Drei flauschige Neuankömmlinge begeistern die Besucher im Schweriner Zoo
Neugierig tapsen sie über Holzstämme, balancieren über kleine Plattformen und zerren spielerisch an einem Stoffbeutel. Noch etwas wackelig auf den Pfoten, aber bereits voller Entdeckerdrang zeigen sich die drei jungen Asiatischen Löwen im Schweriner Zoo. Seit Freitag sind die erst acht Wochen alten Geschwister erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich und sorgen mit ihrem niedlichen Auftreten für begeisterte Blicke.
Gesunde Entwicklung und erste Charakterzüge
Am 7. Januar erblickten die beiden Löwinnen und ihr Bruder das Licht der Welt. Nach einer tierärztlichen Untersuchung ohne Auffälligkeiten gelten die Jungtiere als gesund und aktiv. Sie verbringen ihre Zeit gemeinsam mit Mutter Heidi im Wintergarten des sogenannten „Rote Liste Zentrums“. Die zoologische Leiterin und stellvertretende Zoodirektorin Julia Gottschlich berichtet: „Alle drei sind sehr gut drauf und zeigen großes Interesse an ihrer Umwelt.“ Bereits jetzt lassen sich charakterliche Unterschiede erkennen: Der kleine Kater agiert etwas draufgängerischer als seine Schwestern, während eine der Löwinnen deutlich vorsichtiger vorgeht.
Publikumsvoting mit über 12.000 Stimmen entscheidet über Namen
Bevor die Jungtiere der Öffentlichkeit präsentiert wurden, durften die Zoo-Fans mitentscheiden. Gemeinsam mit dem NDR suchte der Schweriner Zoo eine Woche lang nach passenden Namen. Das Tierpflege-Team brachte Vorschläge ein, über die anschließend abgestimmt werden konnte. Mehr als 12.000 Stimmen gingen ein und das Ergebnis steht nun fest: Die beiden Löwinnen heißen Saira und Narami, der junge Kater erhielt den Namen Najuk. Alle drei Namen stammen aus dem indischen Raum, dem ursprünglichen Verbreitungsgebiet der stark gefährdeten Asiatischen Löwen. Sinngemäß übersetzt bedeutet Saira „die Reisende“, Narami „die Sanfte“ und Najuk „der Sensible“.
Geplante Zusammenführung des Rudels im Frühjahr
Derzeit verbringen Löwenmutter Heidi und ihre drei Jungen die Zeit noch getrennt von den anderen Tieren. Während sie den Wintergarten des Rote Liste Zentrums nutzen, halten sich die übrigen Löwen – darunter Kater Shapur, Löwin Indi und Löwin Rubi mit ihrem sechs Monate alten Nachwuchs Manika – auf der großen Außenanlage auf. „Wir geben Heidi und den Jungtieren zunächst Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen“, erklärt Gottschlich. Wenn alles gut verläuft, sollen sich die Tiere zunächst sehen und riechen können. Erst danach ist eine vollständige Zusammenführung des Rudels geplant, voraussichtlich im Laufe des Frühjahrs.
Besonderes Beobachtungserlebnis und vergünstigte Wintertarife
Für Besucher lohnt sich ein Abstecher zur Löwenanlage bereits jetzt. Die drei Jungtiere sind im Wintergarten besonders gut zu beobachten, wenn sie neugierig ihre Umgebung erkunden oder miteinander spielen. Bis zum 28. März gibt es zudem einen zusätzlichen Anreiz: An der Zookasse gelten derzeit noch vergünstigte Wintertarife, die einen kostengünstigen Besuch ermöglichen.



