Gezielte Misshandlung von Ponys auf Olympia-Reitanlage in München
Die Münchner Polizei hat bestätigt, dass sechs Ponys auf der Olympia-Reitanlage in Riem gezielt angegangen und misshandelt wurden. Die Tat ereignete sich zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen, als Unbekannte unbefugt in die Stallungen eindrangen. Laut Ermittlern zielte die gefährliche Aktion darauf ab, die Startplatzierung für ein Jugendturnier zu beeinflussen, das zu diesem Zeitpunkt auf der Anlage stattfand.
Brutale Methoden mit potenziell tödlichem Ausgang
Den Ponys wurden die Mähnen abgeschnitten, die Beine zusammengebunden und die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt. Die Polizei betont, dass diese Handlungen im Extremfall tödlich hätten enden können. Ein Tierarzt entdeckte die Auffälligkeiten bei einer Kontrolle am frühen Sonntagmorgen. Wilfried Herkommer, ehemaliger Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes, vermutet, dass die Täter sich mit Pferden auskennen: "Ein Nicht-Pferdemensch greift einem Pferd beziehungsweise Pony nicht einfach ins Maul."
Ermittlungen laufen – Verdacht auf Eltern als Täter
Die Kriminalpolizei sicherte vor Ort Spuren und ermittelt im Fall. Es wird vermutet, dass ein Elternteil für diese Tierquälerei verantwortlich sein könnte. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung zeigte sich tief erschüttert und verurteilte das Handeln auf das Schärfste. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender des Verbandes, erklärte: "Der Schutz und das Wohlergehen der uns anvertrauten Pferde und Ponys haben für uns oberste Priorität."
Gesundheit der Ponys und Konsequenzen
Tierarzt Dr. Michael Zeitelhack beurteilte den Allgemeinzustand der Ponys insgesamt als gut und erwartet nach aktuellem Stand keine Folgeschäden. Die betroffenen Ponys nahmen an der bayerischen Sichtung zum "Preis der Besten" teil, einer deutschlandweiten Prüfung für Nachwuchsreiter. Die Veranstalter brachen die Sichtung umgehend ab – eine Entscheidung, die sie als alternativlos bezeichneten. Thomas Schreder, Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes, kündigte an, das Sicherheitskonzept auf der Reitanlage zu verschärfen, um zukünftige Vorfälle zu verhindern.



