Wal-Retter Gunz startet private Rettungsaktion: „Mehr als einmal sterben kann er nicht“
Private Wal-Rettung in Ostsee gestartet

Private Rettungsaktion für gestrandeten Buckelwal in der Ostsee gestartet

In einer überraschenden Wendung gibt es für den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal nun doch noch einen Rettungsversuch. Mediamarkt-Gründer Walter Gunz hat gemeinsam mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert grünes Licht für eine privat finanzierte Aktion erhalten und zeigt sich dabei äußerst kämpferisch. „Mehr als einmal sterben kann er ja nicht“, erklärte Gunz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in einer deutlichen Stellungnahme. Ohne diesen Eingriff würde der Wal mit dem Namen Timmy mit absoluter Sicherheit verenden. „Wenn man etwas versucht, dann hat man zumindest die reale Chance, dass man ihn retten kann“, fügte der Unternehmer mit Nachdruck hinzu.

Experten waren zunächst skeptisch gegenüber Rettungsplänen

Zuvor waren verschiedene Pläne für mögliche Rettungsaktionen von Fachleuten und Behörden strikt abgelehnt worden. Die Begründung lautete, dass solche Maßnahmen dem Wal noch mehr erheblichen Stress und zusätzliches Leid zufügen würden. Die Experten empfahlen stattdessen, das Tier in Ruhe sterben zu lassen, um unnötiges Leiden zu vermeiden. Walter Gunz ist jedoch der festen Überzeugung, dass er mit einem „großartigen Team“ aus Wal-Spezialisten und erfahrenen Helfern das Risiko für Stress und Leid erfolgreich ausgeräumt hat. Interessanterweise gaben Organisationen wie Greenpeace oder das Deutsche Meeresmuseum nach der offiziellen Erlaubnis der Aktion an, nicht in die umfangreichen Vorbereitungen eingebunden worden zu sein.

Gunz: „Geld spielt eine untergeordnete Rolle“

Zu den erwarteten Kosten der aufwendigen Rettungsaktion, die Gunz und Walter-Mommert vollständig übernehmen, gab der Mediamarkt-Gründer an, die genaue Dimension finanziell nicht abschätzen zu können. Das gesamte Unterfangen werde „schon nicht hundert Millionen kosten“, betonte er entschlossen. „Die Leute denken immer viel zu viel an Geld. Man darf sich in solchen Situationen einfach nicht verkrampfen. Geld ist letztlich eine Energie, und man muss sorgfältig und verantwortungsbewusst damit umgehen.“ Geld, Kraft und Energie müsse man konsequent für das Richtige und Gute einsetzen, so seine philosophische Betrachtung.

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Er selbst sei ursprünglich von verschiedenen Bekannten gefragt worden, ob man für den gestrandeten Wal nicht etwas Sinnvolles tun könne, erzählte Gunz ausführlich. „Dann bin ich plötzlich als der Retter der Nation erschienen, obwohl ich vom Typ her eigentlich überhaupt kein Held bin“, schilderte der Unternehmer mit einer gewissen Selbstironie.

Erfolgsaussichten der Rettung bleiben ungewiss

Der engagierte Unternehmer betonte jedoch gleichzeitig, dass es keineswegs garantiert sei, dass der komplizierte Versuch tatsächlich gelinge – zumal der Wal gesundheitlich bereits stark angeschlagen sei und es völlig unklar sei, ob man ihn ausreichend aktivieren könne. „Wenn Sie vierzehn Tage lang im Krankenhaus liegen, können Sie anschließend auch nicht einfach losrennen“, verdeutlichte Gunz die prekäre Situation mit einem treffenden Vergleich.

Der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern zufolge soll der Buckelwal mithilfe von speziellen Luftkissen behutsam angehoben und danach schonend transportiert werden. Das beeindruckende Tier soll dann auf einer stabilen Plane zwischen zwei Pontons gelagert und sicher transportiert werden. Ein leistungsstarker Schlepper soll die beiden Pontons anschließend bis in die Nordsee und weiter in den Atlantik ziehen, um den Wal dort endlich in die Freiheit entlassen zu können. Der gestrandete Wal war auch am vergangenen Mittwoch noch deutlich zu hören, wie Augenzeugen berichteten.

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