Sarah Connor zu gestrandetem Wal Timmy: 'Ich kann ihm nicht helfen'
Sarah Connor zu Wal Timmy: 'Ich kann ihm nicht helfen'

Sarah Connor äußert sich zum gestrandeten Buckelwal Timmy

Die bekannte Sängerin und engagierte Meeresschutzaktivistin Sarah Connor hat sich in den sozialen Medien zum Fall des gestrandeten Buckelwals Timmy geäußert. Der Wal liegt bereits seit zwölf Tagen in der Bucht von Poel bei Wismar in Mecklenburg-Vorpommern und sorgt für bundesweite Anteilnahme.

Connor bremst Rettungshoffnungen

In einem ausführlichen Statement reagierte die 45-jährige Musikerin auf die zahlreichen Nachrichten ihrer Fans, die sie um Hilfe für den in Not geratenen Wal baten. "Ich verstehe eure Anteilnahme und Sorge um den gestrandeten Buckelwal", schrieb Connor. "Ich weiß, ihr wollt am liebsten, dass ich mir als Hobby-Meeresbiologin und Aktivistin ein Super-Woman-Cape umwerfe und den Wal retten gehe."

Doch die Sängerin machte deutlich: "So gerne ich in meinen Wetsuit springen und den Wal befreien würde … Ich kann ihm nicht helfen. Und wohl auch niemand anders mehr." Sie erhalte täglich hunderte Nachrichten zu dem Thema, könne aber keine Rettungsaktion durchführen.

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Erfahrung mit gestrandeten Walen

Sarah Connor hat nach eigenen Angaben bereits mehrfach gestrandete und verendete Wale gesehen. Als besonderes Problem im Fall Timmy identifiziert sie das Netz im Maul des Wals. "Man kann es nicht ohne Weiteres herausziehen, denn niemand weiß, ob der Wal bereits große Mengen davon im Magen hat, und ob es sich um die Organe gelegt hat", erklärte die Aktivistin. "All das sind Dinge, die die Überlebenschancen zusätzlich senken."

Timmy könnte noch lange ausharren

Die Sängerin ging auch auf den aktuellen Zustand des Wals ein. Seit vielen Tagen habe Timmy nicht mehr gefressen. "Ein Buckelwal hat eine dicke Fettschicht, die man Blubber nennt, und kann mehrere Wochen bis Monate ohne Futter auskommen", so Connor. "Es kann also sein, dass dieser Wal dort noch sehr lange so verharren wird."

Langjähriges Engagement für Meeresschutz

Sarah Connor ist seit Jahren als bekennende Meeresschutzaktivistin aktiv:

  • 2024 gründete sie eine eigene Stiftung zum Schutz iberischer Orcas
  • 2025 stellte sie die Dokumentation "UNTER ORCAS" vor
  • Sie setzt sich gegen die Gefangenschaft und Ausbeutung von Walen für Unterhaltungszwecke ein
  • Zusammenarbeit mit PETA Deutschland in verschiedenen Kampagnen
  • Begleitung einer Orca-Expedition in die Arktis
  • Gründung der Iberian Orca Guardians Foundation mit Tier- und Meeresschützer Janek Andre

Als 2024 bekannt wurde, dass der bekannte Walfanggegner und Umweltaktivist Paul Watson nicht nach Japan ausgeliefert werden sollte, postete Connor ein emotionales Video auf Instagram, in dem sie vor Freude weinte.

Appell an ihre Fans

Statt konkrete Hilfe für Timmy verspricht Sarah Connor, versucht sie, ihre Fans zu motivieren, allgemein mehr für den Schutz der Meere zu tun. "Esst weniger oder am besten gar keinen Fisch, reduziert euren Konsum", appellierte die Sängerin. "Ich drück euch."

Der Fall des gestrandeten Wals hatte zuvor bereits für politische Diskussionen gesorgt. MediaMarkt-Gründer Walter Gunz hatte einen Rettungsplan vorgelegt, der jedoch vom zuständigen Ministerium abgelehnt wurde. Nun bremst auch eine der bekanntesten deutschen Meeresschutzaktivistinnen öffentlich die Hoffnungen auf eine Rettungsaktion.

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