Schafe auf Beton in Dessau: Wallwitzburgverein rechtfertigt umstrittene Haltung auf Fabrikgelände
Schafe auf Beton in Dessau: Verein rechtfertigt Haltung

Schafe auf Betonboden in Dessau: Umstrittene Haltung auf Fabrikgelände

Im Norden von Dessau, direkt neben dem Gänsewall, hat sich eine ungewöhnliche Situation entwickelt, die Spaziergänger und Tierfreunde gleichermaßen beunruhigt. Seit mehreren Wochen steht eine Herde von Dutzenden Schafen auf dem Gelände einer Fabrik, die auf die Produktion von faserverstärkten Kunststoffen (FVK) spezialisiert ist. Das Bild, das sich den Besuchern bietet, ist weit entfernt von der üblichen saftig-grünen Weideidylle, die man mit Schafhaltung verbindet.

Besorgte Bürger schalten Veterinäramt ein

Die besorgten Bürger haben nicht nur ihre Beobachtungen mit der Mitteldeutschen Zeitung geteilt, sondern auch das zuständige Veterinäramt informiert. Der Grund für die wachsende Sorge ist der Zustand des sogenannten Geheges. Etwa die Hälfte der Fläche besteht aus nacktem Betonboden, während die andere Hälfte mit Erde, wildem Gestrüpp und abgesägten Ästen bedeckt ist. Die Tiere haben lediglich Zugang zu einem gelben Plastik-Trog als Wasserquelle und verfügen über keinerlei Unterstellmöglichkeiten bei schlechtem Wetter.

Der Wallwitzburgverein erklärt die Hintergründe

Der verantwortliche Wallwitzburgverein, der Besitzer der Schafherde, sieht in der aktuellen Situation jedoch kein Problem. In einer Stellungnahme rechtfertigt der Verein die Haltungsbedingungen und erläutert, wie es zu dieser ungewöhnlichen Unterbringung auf dem Fabrikgelände gekommen ist. Gleichzeitig gibt der Verein Einblicke in die Kommunikation mit dem Veterinäramt und skizziert die geplanten nächsten Schritte für das Wohlergehen der Tiere.

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Die Fabrik, auf deren Gelände die Schafe derzeit untergebracht sind, produziert faserverstärkte Kunststoffe, was die ungewöhnliche Umgebung noch zusätzlich unterstreicht. Die Kombination aus industrieller Nutzung und Tierhaltung wirft Fragen nach den artgerechten Bedingungen auf, besonders angesichts des fehlenden Grünlands und der mangelnden Schutzmöglichkeiten.

Die Diskussion um die Schafe auf dem Dessauer Waggonbaugelände zeigt einmal mehr, wie sensibel das Thema Tierwohl in der Öffentlichkeit behandelt wird. Während der Wallwitzburgverein seine Position darlegt, bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen das Veterinäramt nach der Prüfung der Situation empfehlen wird und wie die Zukunft der Herde auf dem Fabrikgelände gestaltet werden soll.

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