Undercover-Recherche enthüllt mögliche illegale Kampfhund-Vermittlung durch Veterinäramt
Tierschützer haben nach einer Undercover-Recherche ein Veterinäramt im Harz angezeigt. Der Vorwurf: Behördenmitarbeiter sollen illegal Kampfhund-Welpen vermittelt haben. Die Recherchen der Klein- und Wildtierhilfe Harz e.V. legen nahe, dass die Tiere für 200 Euro pro Stück weiterverkauft wurden – ohne Chip, ohne Impfung und ohne den gesetzlich vorgeschriebenen Wesenstest.
Details der Undercover-Recherche und Vorwürfe
Die Tierschützer dokumentierten heimlich, wie die Welpen offenbar unter der Hand gehandelt wurden. Die Hunde stammten von einem Halter, der bereits wegen Tierquälerei im Visier der Behörden steht. Gegen diesen ehemaligen Besitzer läuft nun ein separates Strafverfahren wegen des Verdachts der Misshandlung seiner Tiere.
Die Vorwürfe im Einzelnen:
- Vermittlung von Kampfhund-Welpen durch Mitarbeiter des Veterinäramts
- Preis von 200 Euro pro Tier ohne offizielle Quittung
- Fehlende Kennzeichnung durch Mikrochip
- Keine vorgeschriebenen Impfungen
- Ausbleiben des obligatorischen Wesenstests
Reaktionen und laufende Verfahren
Das zuständige Landratsamt wurde mit den Vorwürfen konfrontiert und muss sich nun zu den mutmaßlichen Machenschaften äußern. Die Anzeige der Tierschützer hat ein behördliches und möglicherweise strafrechtliches Nachspiel zur Folge. Die Ermittlungen konzentrieren sich darauf, ob Behördenmitarbeiter ihre Amtspflichten verletzt und gegen Tierschutzgesetze verstoßen haben.
Parallel dazu läuft das Strafverfahren gegen den ehemaligen Halter der Hunde weiter. Die Tierschützer betonen, dass ihre Undercover-Recherche nicht nur illegale Geschäfte, sondern auch das Leid der Tiere unter der vorherigen Haltung aufgedeckt habe.
Die Klein- und Wildtierhilfe Harz e.V. fordert eine lückenlose Aufklärung und Konsequenzen für alle Beteiligten. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur Kontrolle und Transparenz bei der Vermittlung von potenziell gefährlichen Hunden durch staatliche Stellen auf.



