Vogelgrippe-Alarm bei Haustieren: Zwei Katzen aus Brandenburg schwer erkrankt
Ein aktueller Fall aus Brandenburg zeigt eindrücklich, dass sich die Vogelgrippe auch auf Haustiere übertragen kann. Zwei Tierschutzkatzen, die aus einem sogenannten Animal Hoarding Haushalt gerettet wurden, sind schwer an der Vogelgrippe erkrankt und werden nun im Katzenparadies Neustrelitz behandelt. Neben vielen toten Tieren wurden in dem verwahrlosten Haushalt sieben vernachlässigte Katzen durch das Veterinäramt sichergestellt, von denen zwei nach Neustrelitz kamen.
Traumatisierte Tiere mit alarmierendem Gesundheitszustand
Die betroffenen Katzen mit den Namen Novi und Snowy sind in einer Pflegestelle untergebracht und müssen zahlreiche Tierarztbesuche absolvieren. Manuela Jeschke, die Leiterin des Katzenparadieses, berichtet, dass die Tierarztkosten ins Unermessliche steigen würden. Die Tiere seien völlig traumatisiert und apathisch, ihr Blick unglaublich leer. „Die Ärztin sagte, es geht nicht schlimmer, selbst ihr Team hatte Tränen in den Augen“, so Jeschke. Der Tierärztin fiel besonders der leere und ausdruckslose Blick der Katzen auf, die ein enormes Trauma zu bewältigen haben.
Der Gesundheitszustand der beiden Katzen ist alarmierend und umfasst zahlreiche Symptome:
- Bluthochdruck über 200
- Eine vergrößerte Niere
- Ohren voller Milben
- Höchstwahrscheinlich FIP, eine Virusinfektion
- Sehr schlechte Zähne und entzündetes Zahnfleisch
- Probleme an der Schwanzwurzel
- Durchfall und nervöses Herumlaufen
Gefahren der Vogelgrippe für Katzen und Menschen
Die Vogelgrippe kann für Katzen gefährlich sein und verläuft oft tödlich. Infektionen entstehen vor allem, wenn Tiere infizierte Wildvögel fressen, mit deren Kot in Berührung kommen oder rohes Geflügelfleisch zu sich nehmen. Typische Anzeichen einer Erkrankung sind:
- Atemprobleme und hohes Fieber
- Neurologische Störungen wie Krämpfe und Ataxie
- Apathie und allgemeine Schwäche
Halterinnen und Halter sollten Freigänger in bekannten Risikogebieten aufmerksam beobachten und bei Verdacht tierärztlichen Rat einholen. In seltenen Fällen sind Vogelgrippeviren auch auf Menschen übertragbar und verursachen dann oft schwere, teils tödliche Lungenentzündungen. Infektionen erfolgen meist durch direkten Kontakt mit infiziertem Geflügel oder dessen Ausscheidungen. Eine Übertragung von einer infizierten Katze auf den Menschen gilt zwar als theoretisch möglich, ist aber bisher weltweit nicht nachgewiesen worden. Die aktuelle Situation in Neustrelitz unterstreicht die Bedeutung von Tierschutz und tierärztlicher Überwachung in solchen Fällen.



