Vogelgrippe erfasst erneut Geflügelhof in Mecklenburgischer Seenplatte: 27 Hühner getötet
Vogelgrippe in Mecklenburgischer Seenplatte: 27 Hühner getötet

Vogelgrippe erfasst erneut Geflügelhof in Mecklenburgischer Seenplatte: 27 Hühner getötet

In der Mecklenburgischen Seenplatte ist erneut ein Ausbruch der Vogelgrippe, auch als Geflügelpest bekannt, in einem Geflügelbestand festgestellt worden. Dies ist bereits der vierte Fall in diesem Jahr in der Region und der zweite innerhalb eines Monats. Betroffen ist ein privater Hühnerhof in Holldorf bei Burg Stargard, wo 27 Hennen getötet werden mussten, nachdem bei ihnen die Tierseuche nachgewiesen worden war.

Seuchenhygienische Maßnahmen ohne Sicherheitszonen

Landrat Thomas Müller (CDU) teilte den Vorfall während einer Kreistagssitzung in Neubrandenburg mit. Die betroffenen Vögel wurden gekeult, und Stall, Gehege sowie Grundstück wurden seuchenhygienisch behandelt. Aufgrund der geringen Größe des privaten Betriebs wurden jedoch keine Sicherheitszonen rings um Holldorf eingerichtet. „Wenn in Kleinstbetrieben die epidemiologischen Ermittlungen keinen Hinweis auf ein größeres Geschehen oder Kontakte zu anderen Geflügelhaltungen ergeben, kann durch das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt auf die Einrichtung von Restriktionszonen verzichtet werden“, erklärte Landkreissprecher Marten Schröder. Im Gegensatz dazu bleibt im Fall von Wesenberg, wo am 11. März 8100 Puten betroffen waren, die Schutzzone in einem Radius von drei Kilometern und die Überwachungszone in einem Umkreis von 10 Kilometern bestehen.

Über 88.200 Tiere seit 2023 gekeult

Die Vogelgrippe hat die Mecklenburgische Seenplatte in den letzten Jahren schwer getroffen. Seit 2023 wurden in der Region mehr als 88.200 Hühner und Puten wegen der Tierseuche gekeult. Nach Ausbrüchen im Jahr 2023 mit 4000 Puten in Wesenberg und 2000 Puten in Krümmel blieb die Region 2024 verschont. Doch in den folgenden Jahren schlug der Virus erneut zu:

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  • Im Jahr 2025 gab es zwei Ausbrüche: bei 34.000 Masthähnchen in Retzow und 50 Vögeln in Zirzow.
  • In diesem Jahr wurden bereits vier Fälle registriert: im Januar bei 40.000 Masthähnchen in Schwarz, gefolgt von knapp 50 Tieren in Röbel, dann 8100 Puten in Wesenberg im März und nun die 27 Hühner in Holldorf.

Stallpflicht bleibt bestehen

Die bereits im Oktober für die Mecklenburgische Seenplatte angeordnete Stallpflicht für Geflügelbestände mit mehr als 5000 Tieren gilt weiterhin. Diese Maßnahme wurde eingeführt, nachdem zunächst mehr als 40 tote Kraniche bei Galenbeck gefunden worden waren, was den Beginn der aktuellen Vogelgrippe-Welle markierte. Nach Angaben des Friedrich-Löffler-Instituts, das für Tierseuchen zuständig ist, ist keine Entspannung der Lage in Sicht, was auf anhaltende Herausforderungen in der Region hinweist.

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