Zugfahrende Samtpfote Shila sucht nach ihren Abenteuern ein neues Zuhause
Die schwarz-weiße Katze Shila hat bereits zahlreiche ungewöhnliche Erfahrungen gesammelt: Sie nutzte Regionalzüge als Transportmittel, besuchte eigenständig Friseursalons und erkundete Supermärkte. Nach ihren wiederholten Ausflügen befindet sich die abenteuerlustige Samtpfote nun im Tierheim Oldenburg und wartet auf eine dauerhafte Bleibe.
Von der Bundespolizei aufgegriffen und ins Tierheim gebracht
Anfang Februar wurde die zutrauliche Katze orientierungslos in einer Regionalbahn aus Nordenham entdeckt. Einsatzkräfte der Bremer Bundespolizei brachten das Tier zunächst in ihr Revier, versorgten es mit Wasser und übergaben es anschließend an Mitarbeiter der Bremer Katzenhilfe. Bereits am Folgetag konnten die Besitzer aus der Gemeinde Berne im Landkreis Wesermarsch ihre Katze abholten – Shila war offenbar allein in den Zug gestiegen und nach Bremen gereist.
„Nach Angaben ihrer Besitzer ist es nicht das erste Mal, dass die schwarz-weiße Samtpfote für ihre Abenteuer Regionalzüge nutzt“, teilte die Bundespolizei mit. Die bisherige Besitzerin gab die Katze schließlich schweren Herzens im Oldenburger Tierheim ab, wie Tierpfleger Benjamin Heyer gegenüber der dpa erklärte. Hintergrund seien die ständigen Ausflüge der Katze und die damit verbundenen Gefahren und Sorgen.
Eine distanzlose und zugängliche Persönlichkeit
„Das ist die distanzloseste Katze, die man sich so vorstellen kann“, beschreibt Tierpfleger Benjamin Heyer den charakterstarken Vierbeiner. Die rund 18 Monate alte Katze zeige sich jedoch äußerst freundlich und zugänglich. „Sie geht mit jedem mit“, so Heyer weiter. Nach Berichten der Vorbesitzerin lief Shila nicht nur zum Friseur und in den Supermarkt, sondern nutzte regelmäßig Züge für ihre Erkundungstouren.
Die nervliche Belastung durch die ständige Ungewissheit über den Aufenthaltsort der Katze habe schließlich zur Abgabe geführt. „Es ist nervlich anstrengend: Immer diese Ungewissheit – wo ist die Katze?“, erläutert Heyer die Beweggründe der Besitzerin. Das Ziel sei nun, Shila ein sicheres Zuhause mit ausreichend Abwechslung zu bieten.
Ideale Voraussetzungen für ein neues Zuhause
Aus Sicht des Tierheims könnte ein Zuhause in einer eher abgeschiedenen Lage ideal für Shila sein. Zwar seien Ausflüge zum Friseur oder Bahnhof putzig anzusehen, doch bergen solche Unternehmungen auch erhebliche Gefahren. Im neuen Zuhause sollte die abenteuerlustige Katze möglichst viel Abwechslung erhalten – eine Familie oder ein Mehrgenerationenhof kämen dafür besonders gut in Frage.
Die gesellige Samtpfote verstehe sich ausgezeichnet mit anderen Katzen, und ein Zusammenleben mit einem verträglichen Hund sei ebenfalls möglich. „Empfehlenswert wäre, sie so lange im Haus zu behalten, wie es möglich ist, damit eine Bindung entsteht und sie weiß, wo sie hingehört und wo es Futter gibt“, rät Tierpfleger Heyer.
Erste Interessenten und sorgfältige Auswahl
Bereits jetzt gibt es erste Anfragen für das gepflegte Tier, doch das Tierheim möchte genau prüfen, welches Zuhause für Shilas Bedürfnisse am besten geeignet ist. „Wir suchen etwas Dauerhaftes“, betont der Tierpfleger. Die Auswahl der neuen Besitzer erfolgt mit besonderer Sorgfalt, um sicherzustellen, dass die abenteuerlustige Katze endlich ein sicheres und stabiles Zuhause findet, das ihren Erkundungsdrang angemessen berücksichtigt.



