Brandenburgs Holzeinschlag 2025 leicht rückläufig - Kiefernholz bleibt dominierend
Brandenburgs Holzeinschlag 2025 leicht rückläufig

Leichter Rückgang beim Holzeinschlag in Brandenburgs Wäldern

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat die aktuellen Zahlen zur forstwirtschaftlichen Holzernte im Land Brandenburg für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach ist der Ertrag der Holzernte im vergangenen Jahr leicht gesunken. Insgesamt wurden etwa 4,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen, was einem Rückgang um etwa 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024 entspricht.

Kiefernholz bleibt unangefochtener Spitzenreiter

Kiefernholz blieb dabei die mit Abstand dominierende Holzart, die aus den Wäldern der Hauptstadtregion gewonnen wurde. Mit etwa 4,1 Millionen Kubikmetern sei die Menge in den vergangenen beiden Jahren nahezu konstant geblieben und stellt den Löwenanteil der Gesamternte dar. Ganz anders sieht es bei anderen Nadelhölzern aus: Der Ertrag von Fichte, Tanne oder Douglasie sei erneut stark eingebrochen - um etwa 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Ertrag von Laubholz hingegen verzeichnete einen Anstieg um etwa 12 Prozent. Dennoch kamen etwa 93 Prozent des geernteten Holzes aus Nadelholzbeständen, was die anhaltende Dominanz dieser Baumarten in der brandenburgischen Forstwirtschaft unterstreicht.

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Eigentumsverhältnisse und Verwendung des Holzes

Gut zwei Drittel (68 Prozent) des natürlichen Rohstoffes stammen den Angaben zufolge aus Privatwäldern. Kommunale Wälder sowie Bundeswälder stellten mit einem Anteil um fünf Prozent die kleinste Menge. Auf die Landeswälder Brandenburgs entfielen mit 950.000 Kubikmeter etwa 21 Prozent der Gesamternte.

Was passiert mit all dem geernteten Holz? Knapp die Hälfte des Rohstoffes wurde im vergangenen Jahr für die Holzwerkstoffindustrie sowie die Papier- und Zellstoffindustrie verwendet. Die andere Hälfte entfiel auf die Furnier- und Sägeindustrie. Nur ein geringer Anteil von 5 Prozent wurde für die Energieherstellung genutzt, was die überwiegend stoffliche Nutzung des Holzes aus Brandenburgs Wäldern zeigt.

Klimaschäden beeinflussen Erntemengen

Etwa 350.000 Kubikmeter Holz waren 2025 von Schädlingen befallen und wurden somit als sogenanntes „Schadholz“ klassifiziert. Der Anteil ist im Vergleich zu 2024 um 37 Prozent gesunken, was auf verbesserte Kontroll- und Managementmaßnahmen hindeuten könnte. Dennoch setzten verschiedene Faktoren den Wäldern weiterhin zu: Insekten, Trockenheit, Wind und Sturm sowie Pilzbefall und ökologische Probleme belasten die Waldbestände, wie das Amt für Statistik mitteilte.

Diese klimabedingten Schäden tragen maßgeblich dazu bei, dass die Erträge in bestimmten Holzarten zurückgehen, während andere Arten wie die Kiefer widerstandsfähiger zu sein scheinen. Die Forstwirtschaft in Brandenburg steht somit vor der Herausforderung, mit den Auswirkungen des Klimawandels umzugehen und gleichzeitig nachhaltige Erntemengen zu gewährleisten.

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