Brandenburgs Holzeinschlag leicht rückläufig - Klimaschäden beeinflussen Erträge
Brandenburgs Holzeinschlag sinkt leicht - Klimaschäden wirken

Brandenburgs Holzeinschlag verzeichnet leichten Rückgang

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat die aktuellen Zahlen zur forstwirtschaftlichen Holzernte im Land veröffentlicht. Demnach ist der Ertrag im vergangenen Jahr leicht gesunken. Insgesamt wurden etwa 4,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen, was einem Rückgang um rund 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024 entspricht.

Kiefernholz bleibt dominierende Holzart

Kiefernholz stellt weiterhin den größten Anteil des geernteten Holzes in der Hauptstadtregion. Mit ungefähr 4,1 Millionen Kubikmetern blieb die Menge in den letzten beiden Jahren nahezu konstant. Allerdings verzeichneten andere Nadelhölzer wie Fichte, Tanne oder Douglasie einen erneuten starken Einbruch von etwa 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Gegensatz dazu stieg der Ertrag von Laubholz um circa 12 Prozent an. Dennoch stammten etwa 93 Prozent des gesamten geernteten Holzes aus Nadelholzbeständen, was die anhaltende Dominanz dieser Baumarten unterstreicht.

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Eigentumsverhältnisse der Wälder

Die Statistik zeigt auch die Verteilung der Holzherkunft nach Eigentumsverhältnissen. Gut zwei Drittel, also 68 Prozent, des natürlichen Rohstoffes stammen aus Privatwäldern. Kommunale Wälder sowie Bundeswälder trugen mit einem Anteil von etwa fünf Prozent die kleinste Menge bei. Auf die Landeswälder Brandenburgs entfielen mit 950.000 Kubikmetern ungefähr 21 Prozent des gesamten Holzeinschlags.

Verwendung des geernteten Holzes

Die Verwendungszwecke des Holzes sind vielfältig. Knapp die Hälfte des Rohstoffes wurde im vergangenen Jahr für die Holzwerkstoffindustrie sowie die Papier- und Zellstoffindustrie genutzt. Die andere Hälfte entfiel auf die Furnier- und Sägeindustrie. Nur ein geringer Anteil von fünf Prozent wurde für die Energieherstellung verwendet, was die Bedeutung des Holzes als industrieller Rohstoff hervorhebt.

Klimaschäden beeinträchtigen die Forstwirtschaft

Ein bedeutender Faktor, der die Erträge senkt, sind Klimaschäden. Im Jahr 2025 waren etwa 350.000 Kubikmeter Holz von Schädlingen befallen und wurden als sogenanntes Schadholz klassifiziert. Zwar ist dieser Anteil im Vergleich zu 2024 um 37 Prozent gesunken, doch setzen Insekten, Trockenheit, Wind und Sturm sowie Pilzbefall und ökologische Probleme den Wäldern weiterhin zu.

Das Amt für Statistik betont, dass diese klimatischen und biologischen Faktoren die forstwirtschaftliche Produktivität erheblich beeinflussen. Die anhaltenden Herausforderungen durch Umweltbedingungen unterstreichen die Notwendigkeit nachhaltiger Waldbewirtschaftung in Brandenburg.

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