Neuer Forstamtsleiter Falk Jagszent: Zwischen Holzeinschlag und Verwaltung im Lüttenhagener Revier
Neuer Forstamtsleiter meistert Wald und Büro in Lüttenhagen

Neuer Forstamtsleiter Falk Jagszent übernimmt verantwortungsvolle Position in Lüttenhagen

Das Forstamt Lüttenhagen hat mit Beginn des neuen Jahres einen neuen Leiter erhalten. Der 49-jährige Falk Jagszent tritt die Nachfolge an und übernimmt damit eine äußerst vielseitige und anspruchsvolle Position. Als Forstoberrat steht er vor der Herausforderung, administrative Aufgaben mit praktischer Waldarbeit zu verbinden und ein Team von 24 Mitarbeitern zu führen.

Vielseitige Aufgaben zwischen Verwaltung und praktischer Forstarbeit

Falk Jagszent beschreibt sein Aufgabenspektrum als äußerst breit gefächert: „Die Themenvielfalt reicht hier vom Harvester bis zur Waldpädagogik“, erklärt der neue Amtsleiter. Es handle sich keineswegs nur um reine Waldbewirtschaftung, sondern um ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Bereiche. Aktuell steht der Holzeinschlag im Vordergrund, da in vielen Laubwäldern Ende Februar wegen der beginnenden Brutzeit Schluss damit ist.

Zu seinen administrativen Aufgaben gehören:

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  • Personalführung und Teamentwicklung
  • Vorbereitung des Waldbrandbereitschaftsdienstes
  • Bearbeitung von Pachtverträgen und Bauanträgen
  • Vollzug des Landeswaldgesetzes
  • Einsatz- und Wirtschaftsplanung

Gebietserkundung als Grundlage für erfolgreiche Arbeit

Obwohl Falk Jagszent seit 14 Jahren in Neustrelitz wohnt und ihm das Gebiet daher nicht völlig fremd ist, erkundet er derzeit intensiv sein neues Revier. „Das ist das A und O“, betont der Forstoberrat. Bei Terminen mit den sieben Revierförstern und insbesondere bei Erkundungen auf eigene Faust lernt er die verschiedenen Stationen kennen, die zum Forstamt Lüttenhagen gehören.

Insgesamt verantwortet er 11.000 Hektar Landeswald sowie weitere 9.000 Hektar Wald, für die das Lüttenhagener Forstamt zuständig ist. Eine besondere Verantwortung trägt er auch für die acht jungen Menschen, die in Lüttenhagen ihre Ausbildung zum Forstwirt absolvieren.

Von der Familientradition zur professionellen Forstlaufbahn

Gebürtig stammt Falk Jagszent aus Ostholstein, wo er bereits in jungen Jahren eine enge Verbindung zur Natur entwickelte. Mit etwa elf Jahren begleitete er seinen Vater, der als Jäger aktiv war, in den Wald. „Für mich war das etwas ganz Natürliches“, erinnert sich Jagszent. Diese frühe Prägung führte ihn schließlich zum Studium der Forstwirtschaft an der TU Dresden, wo er sein Diplom als Forstwirt erwarb.

Seine beiden Söhne im Alter von 18 und 19 Jahren sind ebenfalls Jäger, verfolgen jedoch andere berufliche Wege. Während der Jüngere für das Abitur lernt, wird der Ältere zum Schiffsmechaniker ausgebildet.

Beruflicher Werdegang und neue Herausforderungen

Nach seinem Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern arbeitete Falk Jagszent zwölf Jahre lang in Wilhelminenhof, das zum Forstamt Neustrelitz gehört. Dort war er insbesondere für Moorschutz und Wasserrückhalt zuständig. Seine heutige Ehefrau Janina Jagszent, die er bereits aus Schulzeiten kennt, führt eine Praxis für Psychotherapie in Neustrelitz.

Der neue Arbeitsplatz liegt zwar nur ein kleines Stück weiter entfernt als sein vorheriger, doch die Aufgabenvielfalt macht diesen Umstand mehr als wett. Falk Jagszent sieht sich vor einer spannenden Zeit, in der er sein umfangreiches Wissen und seine langjährige Erfahrung in den Dienst einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stellen kann.

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