Sachsen startet Kamera-Überwachung in Wäldern zur Brandprävention
Im Freistaat Sachsen hat der Staatsbetrieb Sachsenforst eine tagesaktuelle Brandüberwachung in den Wäldern gestartet. Diese Maßnahme soll künftig dabei helfen, Waldbrände frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Die Überwachung erfolgt in insgesamt 31 Regionen des Bundeslandes, wobei fünf verschiedene Gefahrenstufen ausgewiesen werden.
Besonders gefährdete Gebiete im Fokus
Regionen mit sandigen Böden und geringen Niederschlägen werden zusätzlich per Kamera überwacht. Diese spezielle Überwachung endet am 31. Dezember 2026. Der Hintergrund dieser intensiven Maßnahmen ist ein verheerender Großbrand im vergangenen Jahr in der Gohrischheide im Landkreis Meißen, der Hunderte Helfer zwei Wochen lang in Atem hielt.
Das betroffene Gebiet ist zudem mit Kampfmitteln belastet, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte. Rund 2000 Hektar Forstfläche gingen in Flammen auf – dies entspricht fast der gesamten Brandfläche des Jahres 2025 in Sachsen.
Menschliches Fehlverhalten als Hauptrisiko
Landesforstpräsident Utz Hempfling betont, dass der Mensch das größte Risiko für Waldbrände darstellt. Leichtsinn und Fahrlässigkeit sind die Hauptgründe für die Entstehung von Bränden. Hempfling appelliert an die Bevölkerung: „Es ist daher an uns allen, Waldbrände und die daraus folgenden Belastungen zu verhindern.“
Die Landesforstanstalt warnt ausdrücklich davor, im Wald und in Waldnähe offenes Feuer zu entzünden – dies gilt das ganze Jahr über. Auch geparkte Autos stellen eine Gefahr dar, da heiße Auspuffe trockenes Laub entzünden können.
Strikte Verhaltensregeln bei hoher Gefahr
Bei Gefahrenstufe 4 gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen:
- Waldbesuche sollten nur mit äußerster Vorsicht unternommen werden
- Besser ist es, den Waldbesuch ganz zu vermeiden
- Die tagesaktuelle Überwachung soll helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen
Die Einführung der Kamera-Überwachung ist ein wichtiger Schritt, um die Wälder in Sachsen besser zu schützen und die Bevölkerung für die Brandgefahr zu sensibilisieren.



