Waldbrandgefahr in Mecklenburg-Vorpommern erreicht mittlere Stufe
Die Waldbrandwarnzentrale in Mirow hat für die Wälder im Bereich von Plau am See, über die Müritzregion bis rund um Neustrelitz die Waldbrandgefahrenstufe 3 ausgerufen. Diese mittlere Stufe auf einer Skala von 1 bis 5 gilt für das Wochenende des 7. und 8. März im Bereich des Leitforstamtes Mirow.
Überwachung der Wälder in MV beginnt mit der Saison
Die Waldbrandsaison startet offiziell am 1. März und dauert bis Ende September. In diesem Zeitraum geben die Förster täglich eine Einschätzung zur Brandgefahr in den Wäldern ab, die in Form von Gefahrenstufen kommuniziert wird. Die Warnstufen werden nach einer speziellen Formel berechnet, in die aktuelle Wetterdaten und Vegetationsinformationen einfließen.
In der Mirower Zentrale erfolgt die kamera- und computerunterstützte Waldbrandüberwachung für einen Großteil der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern. Dass die Gefahrenstufe im Frühjahr so schnell ansteigt, ist trotz großer Wasserlachen, die nach dem Winter noch auf Äckern und Wiesen zu sehen sind, nicht ungewöhnlich.
Trockenheit und altes Strauchwerk als Brandbeschleuniger
Die intensive Sonneneinstrahlung bei gleichzeitig ausbleibenden Niederschlägen führt zu einer schnellen Austrocknung der Bodenschicht in den Wäldern. Besonders problematisch ist, dass zu dieser Jahreszeit noch keine frische Vegetation vorhanden ist, die Feuchtigkeit speichern könnte. Stattdessen befindet sich noch viel trockenes Strauchwerk aus dem Vorjahr in den Waldgebieten, das als ideales Brennmaterial dient.
Besonders hohes Risiko in Kiefernwäldern
Zum Ende der Woche hatten bereits viele Forstämter im benachbarten Brandenburg die Gefahrenstufe 3 ausgerufen. Im Süden Mecklenburgs und in Brandenburg gibt es ausgedehnte Kiefernwälder und leichte Sandböden, weshalb das Waldbrandrisiko in diesen Regionen allgemein höher einzuschätzen ist. Die Kombination aus trockenen Kiefernnadeln und sandigem Untergrund schafft ideale Bedingungen für die schnelle Ausbreitung von Bränden.
Vorsichtsmaßnahmen und Verhaltensregeln
Die Förster appellieren an die Bevölkerung, in den kommenden Monaten alles zu unterlassen, was zu einem Brand in der Wald- und Feldflur führen könnte. Rauchen im Wald, das Entzünden von Feuer oder das Parken von Fahrzeugen auf trockenem Gras sind strikt zu vermeiden. Mehr Informationen zum Waldbrandschutz und zu den Verhaltensregeln im Wald sind auf der offiziellen Website des Landesforstamtes verfügbar.
Die regelmäßigen Übungen der Katastrophenschutzeinheiten, wie sie beispielsweise vor vier Jahren bei Peetsch durchgeführt wurden, zeigen die Bedeutung der Vorbereitung auf Waldbrandlagen in der Seenplattenregion. Die Zusammenarbeit zwischen Forstämtern, Feuerwehren und anderen Einsatzkräften ist entscheidend für einen effektiven Waldbrandschutz.



