Waldbrandschutz: Wie Schutzstreifen Feuer aufhalten sollen
Waldbrandschutz: Schutzstreifen gegen Feuer

Waldbrandschutz auf ehemaligen Truppenübungsplätzen

Bei Jüterbog in Brandenburg kommt es immer wieder zu Waldbränden auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände. Im Jahr 2023 kämpfte die Feuerwehr rund zwei Wochen lang gegen ein großes Feuer. Auf solchen Flächen ist eine direkte Brandbekämpfung oft zu gefährlich, weshalb der vorbeugende Waldbrandschutz eine entscheidende Rolle spielt. Besonders wichtig sind speziell angelegte Schutzstreifen und schnell verfügbare Löschwasserbrunnen.

Das Wildnisgebiet „Altes Lager“

Der Truppenübungsplatz „Altes Lager“ bei Jüterbog, auf dem seit Freitag ein Brand wütet, ist ein Naturschutzgebiet. Es wird auch als Wildnisgebiet bezeichnet, da auf forstliche Nutzung verzichtet wird. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg betreut das ehemalige Militärgelände, auf dem sich die Natur seit dem Abzug der sowjetischen Armee Anfang der 1990er Jahre ungestört entwickeln soll. Die Gesamtfläche des ehemaligen Truppenübungsplatzes Jüterbog umfasst laut Stiftung 9.300 Hektar. Neben Wald gibt es dort Heide, Sanddünen sowie seltene Arten wie Fischotter, Bechsteinfledermaus und Wiedehopf.

Schutzstreifen als Feuerbarriere

Wegen der Gefahr durch im Boden liegende Altlasten wurde ein Netz sogenannter Waldbrandschutzschneisen angelegt. Diese 10 bis 50 Meter breiten, entmunitionierten und regelmäßig freigehaltenen Korridore dienen als Barrieren, um die Ausbreitung von Feuer zu verhindern, wie die Stiftung Naturlandschaften erklärt. Dabei sollen Streifen aus Sand – sogenannte Wundstreifen – dazu führen, dass ein Feuer „auslaufen“ kann. Sie müssen von Bewuchs und anderem brennbarem Material befreit sein. Außerdem sind für die Feuerwehren befahrbare Wege angelegt und Löschwasserstellen in den Gebieten verteilt.

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Das System der Schutzstreifen hat sich bereits in der Vergangenheit bewährt. Bei dem großen Brand im Jahr 2023 konnten die Feuerwehren durch die Schneisen das Feuer eindämmen und letztlich löschen. Die Stiftung plant, das Netz der Schutzstreifen weiter auszubauen und zusätzliche Löschwasserbrunnen zu installieren, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.

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