Arbeitsvolumen in Sachsen-Anhalt 2025 gesunken: Mehr Teilzeit, weniger Vollzeit
Arbeitsvolumen in Sachsen-Anhalt 2025 gesunken

Arbeitsvolumen in Sachsen-Anhalt 2025 deutlich gesunken

Die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr insgesamt weniger gearbeitet als noch 2024. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, sank das gesamte Arbeitsvolumen auf 1.337 Millionen Stunden. Das entspricht einem Rückgang von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Weniger Erwerbstätige und veränderte Arbeitsverhältnisse

Parallel zum gesunkenen Arbeitsvolumen ging auch die Zahl der Erwerbstätigen um 0,5 Prozent auf 983.800 Menschen zurück. Pro Kopf ergab sich eine durchschnittliche Jahresarbeitszeit von 1.359 Stunden – zwölf Stunden weniger als 2024, aber dennoch 27 Stunden mehr als im Bundesdurchschnitt.

Als Hauptursachen für den Rückgang nannte das Landesamt mehrere Faktoren: eine zunehmende Teilzeitbeschäftigung bei gleichzeitig weniger Vollzeitstellen sowie zwei Arbeitstage weniger im Kalenderjahr 2025. Diese Entwicklung spiegelt einen bundesweiten Trend wider, der in Sachsen-Anhalt jedoch besonders ausgeprägt ist.

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Große Unterschiede zwischen Beschäftigtengruppen

Deutliche Diskrepanzen zeigen sich bei der Arbeitszeitverteilung zwischen verschiedenen Berufsgruppen. Selbstständige und mithelfende Familienangehörige arbeiteten mit durchschnittlich 1.754 Stunden deutlich länger als abhängig Beschäftigte, die auf 1.328 Stunden kamen.

In den meisten Wirtschaftsbereichen ging die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden zurück:

  • Produzierendes Gewerbe: minus 3,3 Prozent
  • Land- und Forstwirtschaft: minus 2,8 Prozent
  • Dienstleistungsbereich insgesamt: minus 0,7 Prozent

Einzig der Bereich der öffentlichen und sonstigen Dienstleistungen – dazu zählen etwa Erziehung und Gesundheit – verzeichnete einen leichten Zuwachs von 0,3 Prozent.

Baugewerbe mit Spitzenwerten

Die meisten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen wurden im Baugewerbe mit durchschnittlich 1.514 Stunden geleistet. Damit liegt diese Branche deutlich über dem Landesdurchschnitt. Am niedrigsten fiel die Pro-Kopf-Arbeitszeit in den Dienstleistungsbereichen mit 1.323 Stunden aus, wo Teilzeitbeschäftigung traditionell eine größere Rolle spielt.

Diese statistischen Daten verdeutlichen die sich wandelnde Arbeitslandschaft in Sachsen-Anhalt. Während die durchschnittliche Arbeitszeit pro Beschäftigtem über dem Bundesniveau bleibt, führen strukturelle Veränderungen wie die Zunahme von Teilzeitstellen zu einem insgesamt geringeren Arbeitsvolumen.

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