Sachsen-Anhalt intensiviert Bemühungen um junge Zugewanderte für Ausbildung
Das Bundesland Sachsen-Anhalt setzt seine im vergangenen Jahr gestartete Ausbildungskampagne für junge Zugewanderte konsequent fort. Mit einem umfassenden Paket aus praxisnahen Informationen und individueller mehrsprachiger Beratung sollen Migrantinnen und Migranten für eine duale Berufsausbildung gewonnen werden. Das Ministerium für Arbeit in Magdeburg gab bekannt, dass neben elf geplanten Online-Veranstaltungen in diesem Jahr sechs Präsenzveranstaltungen stattfinden werden.
Hoher Bedarf an Auszubildenden im Land
Derzeit sind in Sachsen-Anhalt 5.650 Ausbildungsstellen unbesetzt, was die Dringlichkeit der Situation unterstreicht. Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) betonte: „Junge Zugewanderte werden dringend gebraucht, um die Fachkräftelücke zu schließen. Menschen mit Migrationsgeschichte bringen viel Motivation und großes Potenzial mit.“ Die Ministerin verwies darauf, dass eine Ausbildung in Sachsen-Anhalt echte Karriere- und Aufstiegschancen biete.
Vielfältige Unterstützungsangebote für Interessierte
Die Hilfestellungen der Kampagne sind breit gefächert und umfassen:
- Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und Praktika
- Beratung zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
- Informationen zu Sprachförderungsmöglichkeiten
- Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen
Der Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe ist für den kommenden Montag, den 20. April, in Halle geplant. Im vergangenen Jahr hatten bereits mehr als 600 Menschen an den verschiedenen Angeboten der Kampagne teilgenommen, was das große Interesse an diesen speziell auf Zugewanderte zugeschnittenen Programmen zeigt.
Die Unternehmen in Sachsen-Anhalt suchen händeringend nach Auszubildenden, um den wachsenden Fachkräftebedarf zu decken. Die Fortsetzung der Ausbildungskampagne unterstreicht die strategische Bedeutung, die das Land der Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt beimisst.



