Arbeitsmarkt in Brandenburg: Uckermark und Prignitz mit höchsten Arbeitslosenquoten
Brandenburg: Uckermark und Prignitz mit höchster Arbeitslosigkeit

Arbeitsmarkt in Brandenburg: Uckermark und Prignitz führen Negativstatistik an

Die nördlichen Regionen Brandenburgs kämpfen weiterhin mit den höchsten Arbeitslosenzahlen im gesamten Bundesland. Während die Uckermark mit einer Quote von 11,8 Prozent im Februar 2026 die rote Laterne trägt, folgt die Prignitz mit 8,9 Prozent auf dem zweiten Platz der Negativrangliste. Beide Landkreise liegen damit deutlich über dem brandenburgischen Landesdurchschnitt von lediglich 6,7 Prozent.

Rückläufiger Trend in der Uckermark gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus

Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen für die Uckermark einen leichten, aber kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Gegenüber dem Vormonat Januar sank die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent. Noch deutlicher fällt der Vergleich zum Vorjahr aus: Im Februar 2025 lag die Arbeitslosenquote in der nordöstlichen Region bei 12,2 Prozent, was einem Rückgang von 0,4 Prozentpunkten innerhalb eines Jahres entspricht.

Insgesamt waren im Februar 2026 in ganz Brandenburg etwa 90.597 Menschen als arbeitslos gemeldet. Diese Zahl verdeutlicht die regionalen Disparitäten innerhalb des Bundeslandes, wo einige Regionen deutlich besser dastehen als die nördlichen Landkreise.

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Prignitz verzeichnet leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit

Während die Uckermark positive Entwicklungen verzeichnet, zeigt die Prignitz einen gegenläufigen Trend. Hier stieg die Arbeitslosenquote im Februar auf 8,9 Prozent, was einem leichten Anstieg von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr Februar 2025 erhöhte sich die Quote sogar um 0,3 Prozentpunkte.

Diese Entwicklung unterstreicht die unterschiedlichen Dynamiken innerhalb der brandenburgischen Regionen und zeigt, dass die Arbeitsmarktsituation nicht einheitlich verbessert werden kann.

Wirtschaftsminister Keller setzt auf Qualifizierung als Schlüsselstrategie

Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) identifiziert Fachkräftemangel als zentrale Herausforderung für den regionalen Arbeitsmarkt. „Qualifizierung ist für mich das Fundament der Fach- und Arbeitskräftesicherung“, betonte der Minister in einer aktuellen Stellungnahme. „Sie hilft, auf die Dynamik des Strukturwandels zu reagieren, der auch den Brandenburgischen Arbeitsmarkt vor Herausforderungen stellt.“

Keller verwies auf die Notwendigkeit, die Kompetenzen von Beschäftigten zukunftsfest auszurichten und weitere Potenziale am Arbeitsmarkt zu heben. Dabei sieht er in der beruflichen Weiterbildung einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Situation.

Erfolgreiche Förderprogramme und neue Servicestelle für Weiterbildung

In den vergangenen drei Jahren wurden in Brandenburg über 3.000 Anträge im Rahmen der landeseigenen Weiterbildungsrichtlinie gestellt. Bislang konnten etwa 8.500 Beschäftigte von diesen Fördermaßnahmen profitieren, die durch Gelder des Europäischen Sozialfonds Plus finanziert werden.

„Weiterbildung bietet vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Entwicklung“, unterstrich Minister Keller. „Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen und Beschäftigte die vielen guten Unterstützungsangebote kennen.“

Zur Verbesserung der Zugänglichkeit plant die Landesregierung die Etablierung einer zentralen Servicestelle für Weiterbildung. Diese Einrichtung soll die Zusammenarbeit regionaler Partner im Bereich der beruflichen Weiterbildung unterstützen und einen niedrigschwelligen, transparenten Zugang für Unternehmen und Beschäftigte schaffen.

Die Maßnahmen zielen darauf ab, die strukturellen Herausforderungen in den nördlichen Landkreisen Brandenburgs langfristig zu bewältigen und die Arbeitsmarktsituation nachhaltig zu verbessern.

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