Ostdeutsche Textilindustrie vereinbart deutliche Lohnsteigerungen
Für die Beschäftigten der ostdeutschen Textilindustrie steht eine spürbare Verbesserung ihrer Einkommenssituation bevor. In der nun abgeschlossenen dritten Tarifrunde konnte eine Einigung erzielt werden, von der rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Branche profitieren werden. Dies gab der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie mit Sitz in Chemnitz bekannt.
Konkrete Maßnahmen und Zeitplan der Tarifeinigung
Der neue Tarifvertrag sieht eine umfassende Entgeltsteigerung vor. Bereits im Juli dieses Jahres erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 350 Euro. Darüber hinaus sind zwei stufenweise Lohnsteigerungen festgelegt: Ab November erhöhen sich die Gehälter um 2,2 Prozent. Eine weitere Erhöhung um 2,3 Prozent folgt dann zum 1. Juni 2027.
Diese Regelungen gelten für die ostdeutschen Bundesländer, in denen der Verband mit seinen etwa 110 Mitgliedsunternehmen aktiv ist. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Regionen Sachsen und Thüringen.
Bedeutung der technischen Textilien für die Branche
Die ostdeutsche Textilindustrie hat sich in den letzten Jahren stark spezialisiert. Weit mehr als die Hälfte ihres Umsatzes wird laut Verbandsangaben mittlerweile mit technischen Textilien erwirtschaftet. Diese hochwertigen Produkte, die beispielsweise in der Automobilindustrie, im Bauwesen oder im Medizinbereich eingesetzt werden, sind ein wichtiger Wachstumstreiber und unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors in der Region.
Die nun vereinbarten Lohnsteigerungen spiegeln nicht nur die gestiegene Produktivität wider, sondern sollen auch dazu beitragen, Fachkräfte in der ostdeutschen Textilindustrie zu halten und neue Talente anzuziehen. Die Branche zeigt damit, dass sie bereit ist, in ihre Mitarbeiter zu investieren und langfristige Perspektiven zu schaffen.



