Lufthansa-Flugbegleiter streiken ab Mittwoch – UFO kündigt zweitägigen Ausstand an
Lufthansa-Flugbegleiter streiken ab Mittwoch

Lufthansa-Flugbegleiter kündigen zweitägigen Streik an

Bei der Deutschen Lufthansa AG eskaliert der Arbeitskampf weiter. Nachdem bereits die Piloten zwei Tage lang gestreikt haben, werden nun auch die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter die Arbeit niederlegen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat für Mittwoch und Donnerstag einen umfassenden Ausstand angekündigt.

Streikdetails und betroffene Flughäfen

Der Streik der Kabinenbeschäftigten beginnt am Mittwoch um 0.01 Uhr und endet am Donnerstag kurz vor Mitternacht. Bestreikt werden sollen alle Abflüge der Kernmarke Lufthansa von den deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München. Damit setzt sich eine Serie von Arbeitsniederlegungen fort, nachdem das Kabinenpersonal erst am vergangenen Freitag für einen Tag gestreikt hatte und die Piloten am Montag und Dienstag den Dienst verweigerten.

UFO kritisiert Hardliner-Position des Unternehmens

Die Gewerkschaft UFO macht die Lufthansa-Führung für die Eskalation verantwortlich. "Wir haben es hier mit einer Arbeitgeberseite zu tun, die sich in einer Hardliner-Position eingerichtet hat, während sie unentwegt verkündet, jederzeit verhandlungsbereit zu sein", kritisierte UFO-Tarifexperte Harry Jaeger. Die hohe Beteiligung an den Streikmaßnahmen zeige überdeutlich, dass sich die Kabinencrews nicht für dumm verkaufen ließen.

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Protest während Lufthansa-Jubiläumsfeier geplant

UFO-Vorsitzender Joachim Vázquez Bürger kündigte an, den Protest gezielt während des geplanten Festakts zum 100-jährigen Bestehen der Lufthansa mit Bundeskanzler Friedrich Merz sichtbar zu machen. "Wenn sich das Management gemeinsam mit der Bundespolitik für 100 Jahre Lufthansa feiert, dann werden wir genau dort sichtbar machen, unter welchen Bedingungen die Arbeitgeberseite funktioniert – und auf wessen Rücken aktuelle Entscheidungen ausgetragen werden", so Bürger.

Folgen der vorangegangenen Streiks

Bereits der Pilotenstreik am Montag hatte zu erheblichen Betriebsstörungen geführt:

  • Hunderte Flüge mussten gestrichen werden
  • Tausende Passagiere waren gezwungen, ihre Reisepläne zu ändern
  • Die Fronten zwischen Gewerkschaften und Management haben sich weiter verhärtet
Die Lufthansa hatte die Forderungen der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) als "absurd und unerfüllbar" bezeichnet.

Warnung des Personalvorstands

Personalvorstand Michael Niggemann warnte die Spartengewerkschaften VC und UFO davor, ihren Konfrontationskurs fortzusetzen. Mit Blick auf die entstehenden Kosten betonte der Manager: "Jeder Streik verkleinert die betroffene Fluggesellschaft." Die anhaltenden Arbeitskämpfe belasten nicht nur die Passagiere, sondern gefährden nach Unternehmensangaben auch die wirtschaftliche Stabilität der Airline.

Die Situation bei der Lufthansa bleibt damit angespannt, während sich Reisende auf weitere Flugausfälle und Verspätungen einstellen müssen. Die Gewerkschaften beharren auf ihren Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen, während das Unternehmen die Streikmaßnahmen als existenzbedrohend bezeichnet.

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