Die Abstiegssorgen des VfL Bochum sind noch nicht vollständig gebannt. Zwar beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz bei drei verbleibenden Spielen sechs Punkte, was eigentlich eine komfortable Ausgangslage darstellt. Dennoch ist Cheftrainer Uwe Rösler nicht zufrieden. Er fordert von seiner Mannschaft eine deutliche Steigerung, insbesondere auswärts.
Auswärtsbilanz des VfL Bochum besorgniserregend
Seit sieben Spielen in der Fremde wartet der VfL auf einen Sieg. Die Bilanz ist ernüchternd: drei Niederlagen und vier Unentschieden. Damit belegt Bochum den letzten Platz in der Auswärtstabelle. Besonders schmerzhaft waren die jüngsten deutlichen Niederlagen in Magdeburg (1:4) und Dresden (0:2). Rösler, der unbedingt einen dritten Auswärtspleite in Folge verhindern will, zeigt sich kämpferisch: „Das reicht natürlich nicht aus für die Ansprüche, die wir haben.“
Derby gegen Arminia Bielefeld als Prüfstein
Umso mehr sieht er seine Spieler am Samstag in Bielefeld gefordert. Das Spiel gegen die Arminia ist ein Derby und hat für die Fans eine besondere Bedeutung. Rösler betont: „Uns ist absolut bewusst, dass es ein ganz spezielles Spiel für unseren Verein und gerade auch für unsere Fans ist. Wir müssen jetzt einfach abliefern!“ Die Stimmung auf der ausverkauften Alm wird aufgeheizt sein, über 2800 VfL-Anhänger werden das Team unterstützen. Rösler weiß, was es braucht: „Da geht's vor allem um Intensität, zweite Bälle, Zweikampfstärke, Umschaltspiel und viele Leute, die wir in die Box bringen müssen.“
Im Hinspiel gelang Bochum ein knapper 1:0-Heimsieg durch ein Tor von Philipp Hofmann. Damals standen gleich fünf Bochumer Spieler vor dem Arminia-Tor beim entscheidenden Treffer. Diese offensive Präsenz wünscht sich Rösler auch für das Rückspiel.
Personelle Lage: Ausfälle in Ostwestfalen
Nicht mit nach Bielefeld reisen können Mikkel Rakneberg (nach Meniskus-OP) und Marcel Sobottka (muskuläre Probleme). Beide fehlen dem Team wichtige Optionen. Dennoch ist der Kader gut aufgestellt, um die Auswärtsschwäche endlich zu überwinden und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.



