Merz will Handelsvolumen mit Brasilien verdoppeln und Rohstoffpartnerschaft vertiefen
Merz will Handelsvolumen mit Brasilien verdoppeln

Deutschland und Brasilien intensivieren Wirtschaftskooperation

Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf der Hannover Messe ehrgeizige Ziele für die deutsch-brasilianischen Wirtschaftsbeziehungen formuliert. Der CDU-Politiker kündigte an, das bilaterale Handelsvolumen zwischen beiden Ländern in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Diese Aussage traf er während der deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage, die im Rahmen der diesjährigen Hannover Messe stattfanden, bei der Brasilien als Partnerland fungiert.

Handelsvolumen soll deutlich wachsen

Nach Angaben von Merz belief sich das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Brasilien im Jahr 2024 auf mehr als 20 Milliarden Euro. Für Volkswirtschaften dieser Größenordnung sei dieser Wert entschieden zu niedrig. Der Bundeskanzler betonte, dass sowohl Deutschland als auch Brasilien von einer Vertiefung der Handelsbeziehungen profitieren würden. Ein zentrales Instrument hierfür sei das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten.

„Beide Seiten des Atlantiks werden von wegfallenden Zöllen und dem Abbau weiterer Handelshemmnisse profitieren“, erklärte Merz. Er verwies darauf, dass offener, fairer und freier Handel nur auf der Grundlage einer verlässlichen politischen Ordnung möglich sei, in der sich alle Beteiligten auf Verträge und Vereinbarungen verlassen könnten. In einer zunehmend unsicheren Weltlage bezeichnete er Brasilien als „Schlüsselpartner“ für Deutschland.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Rohstoffpartnerschaft als strategischer Schwerpunkt

Ein weiterer Fokus der angestrebten Zusammenarbeit liegt auf dem Bereich der Rohstoffversorgung. Merz hob das enorme Potenzial Brasiliens bei seltenen Erden und anderen kritischen Metallen hervor. Diese Rohstoffe seien von entscheidender Bedeutung für Schlüsseltechnologien der Zukunft, insbesondere für die Elektromobilität und den Ausbau der Windenergie.

„Große Chancen liegen im kostengünstigen Abbau bestimmter Metalle, die für die E-Mobilität und für Windkraftanlagen gebraucht werden“, so der Bundeskanzler. Der Import von Rohstoffen aus Brasilien habe im Jahr 2024 bereits ein Volumen von rund drei Milliarden Euro erreicht. Deutschland sei bereit, Brasilien mit technologischem Know-how und Expertise zu unterstützen, um diese vielversprechende Partnerschaft weiter auszubauen und zu vertiefen.

Die geplante Verdopplung des Handelsvolumens und die intensivierte Rohstoffkooperation markieren somit einen bedeutenden Schritt in den bilateralen Beziehungen. Sie unterstreichen das gemeinsame Interesse beider Länder an wirtschaftlichem Wachstum und strategischer Zusammenarbeit in einer sich wandelnden globalen Landschaft.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration