Die Steuer wurde gesenkt und Rohöl ist günstiger – dennoch zahlen Autofahrer laut ADAC weiterhin zu viel an den Zapfsäulen. Der Automobilclub beobachtet, dass die Entlastung durch die Steuersenkung nicht in vollem Umfang bei den Verbrauchern ankommt.
Steuersenkung nur teilweise weitergegeben
Zum 1. Mai wurden die Steuern auf Kraftstoffe um 16,7 Cent pro Liter gesenkt. Doch die bundesweiten Tagesdurchschnittspreise lagen am Samstag laut ADAC bei 2,003 Euro für Super E10 – das sind nur 12,3 Cent weniger als am 30. April. Beim Diesel sank der Preis um 12,2 Cent auf 2,093 Euro. Die Steuersenkung wurde also nicht vollständig an die Kunden weitergegeben.
Rohölpreise niedriger – Preise steigen dennoch
Der ADAC kritisiert, dass die Kraftstoffpreise trotz niedrigerer Rohölpreise aktuell wieder steigen. Am Sonntagmorgen um 8 Uhr lagen die Preise höher als zur gleichen Zeit am Samstag. „Damit geht die Entwicklung erneut in eine falsche Richtung“, so eine Sprecherin des Clubs.
Kartellamt kündigt Überwachung an
Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, betonte, seine Behörde werde die Preisentwicklung genau überwachen. Er empfiehlt Autofahrern, die zum Teil erheblichen Preisunterschiede zwischen den Tankstellen zu nutzen. Preisvergleichs-Apps könnten helfen, die günstigste Tankstelle zu finden.
Der Branchenverband Fuels und Energie hatte zum Start des Tankrabatts angekündigt, dass die volle Steuersenkung bei den Kunden ankommen solle. Bislang ist dies jedoch nicht der Fall.



