Aston Martin Valhalla: Götterdämmerung auf der linken Spur
Aston Martin Valhalla: Götterdämmerung auf der linken Spur

Aston Martin bricht mit seiner Vergangenheit und präsentiert mit dem Valhalla den ersten Plug-in-Hybrid-Supersportwagen der Marke. Der Mittelmotor-Zweisitzer ist auf 999 Exemplare limitiert und kostet knapp unter einer Million Euro. Die Entwicklung dauerte sechs Jahre, bedingt durch Pandemie und finanzielle Engpässe. Nun ist das Fahrzeug endlich bei den Händlern und katapultiert Aston Martin in eine neue Leistungsklasse.

Himmlischer Name, höllische Leistung

Im Herzen des Valhalla arbeitet ein 4,0-Liter-V8-Biturbo von AMG, der nun erstmals hinter den Insassen sitzt und 535 kW/728 PS leistet. Hinzu kommen drei Elektromotoren – zwei an der Vorderachse und einer im Doppelkupplungsgetriebe –, die die Systemleistung auf 793 kW/1.079 PS und das Drehmoment auf rund 1.100 Nm steigern. Damit gehört der Valhalla zu den Hypercars.

Technologische Innovationen

Der Valhalla ist nicht nur der stärkste Serien-Aston unter dem extrem limitierten Valkyrie, sondern auch ein technologischer Wendepunkt. Premieren feiern das Doppelkupplungsgetriebe, die elektrische Vorderachse, die aktive Aerodynamik im Bug und eine kleine Batterie mit Stecker. Die rein elektrische Reichweite beträgt rund zwölf Kilometer – im Alltag kaum relevant, aber für kurze Strecken nutzbar.

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Fahrdynamik der Extraklasse

Die Elektromotoren dienen vor allem der Performance: Sie verbessern die Traktion, ermöglichen blitzschnelle Drehmomentverteilung und eine Feinjustierung der Fahrdynamik. Auf der Rennstrecke erzeugt die aktive Aerodynamik bis zu 600 Kilogramm Abtrieb, sodass der Valhalla wie festgeklebt durch Kurven fräst. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 2,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 350 km/h.

Alltagstauglichkeit überrascht

Abseits der Rennstrecke zeigt sich der Valhalla erstaunlich gelassen. Die Kraftentfaltung wirkt beiläufig, die Gangwechsel sind unmerklich, und das Fahrwerk federt entspannt über Bodenwellen. Trotz der enormen Leistung bleibt der Wagen kultiviert – eher ein Gran Turismo mit riesigen Reserven als ein kompromissloser Rennwagen.

Position zwischen den Extremen

Gegenüber italienischen Konkurrenten wie Ferrari oder Lamborghini wirkt der Valhalla auf der Straße kultivierter, ohne an Rennstreckenschärfe einzubüßen. Auf dem Parkplatz ist er weniger provozierend. Gleichzeitig nähert er sich dem radikalen Valkyrie an, bleibt aber alltagstauglicher und erschwinglicher – wobei ein Grundpreis von 979.965 Euro und Optionen, die den Preis verdoppeln können, relativ sind.

Fazit: Ein Aston Martin ohne Bond – und doch mit Charakter

Normalerweise denkt man bei Aston Martin sofort an James Bond. Beim Valhalla ist das anders: Der Bruch mit der Tradition, der technische Sprung und die eigenständige Persönlichkeit machen ihn zu einem Auto, das keinen Mythos braucht. Ironischerweise zeigt der Valhalla gerade dadurch, dass Aston Martin auch ohne Bond bestehen kann.

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Datenblatt: Aston Martin Valhalla

  • Motor und Antrieb: V8-Benziner mit drei E-Motoren, Hubraum: 3.981 ccm, max. Leistung: 793 kW/1.079 PS, max. Drehmoment: 1.100 Nm, Antrieb: Allrad, Getriebe: Achtgang-Doppelkupplung
  • Maße und Gewichte: Länge: 4.748 mm, Breite: 2.014 mm, Höhe: 1.161 mm, Radstand: 2.760 mm, Leergewicht: 1.655 kg, Kofferraumvolumen: 0 Liter
  • Fahrdaten: Höchstgeschwindigkeit: 350 km/h, Beschleunigung 0-100 km/h: 2,5 s, elektrische Reichweite: 12 km, Kraftstoff: Super, Schadstoffklasse: Eu6
  • Kosten: Basispreis: 969.965 Euro
  • Serienausstattung: Sechs Airbags, Abstandsregelung, Spurführungshilfe, Müdigkeitswarner, Volllederausstattung, Klimaautomatik