Nach dem Champions-League-Aus beim FC Barcelona sprachen alle von Stolz – doch Stolz auf eine Niederlage ist nicht der FC Bayern. Deutschlands Spitzenklub muss mehr tun, um den ganz großen Wurf zu landen.
Die Bayern haben sich im Frauenfußball sensationell entwickelt, doch international macht die Konkurrenz mobil. Immer mehr Klubs investieren viel Geld, während die Münchner Gehälter in Europas zweiter Liga liegen. Das Limit für die besten Spielerinnen liegt bei rund 300.000 Euro im Jahr – andere Vereine verdoppeln das locker.
Georgia Stanway ist bereits weg, wahrscheinlich zu Arsenal. Wie lange Giulia Gwinn, Klara Bühl oder Franziska Kett bleiben, ist fraglich. Die Bayern müssen das Gehaltsbudget erhöhen, sonst sind ihre Stars nicht zu halten.
Was die Frauen brauchen, ist ein Statement-Transfer wie bei den Männern mit Harry Kane 2023. Boss Herbert Hainer schwärmte von Barcas Caroline Hansen, und England-Ikone Chloe Kelly sitzt bei Arsenal auf der Bank. Solche Ansagen wären wichtig.
Ein echter Konkurrent für Barcelona, Lyon und Arsenal in der Champions League wäre enorm für den deutschen Frauenfußball. Das geht nur mit einer Investitions-Offensive – und wenn ein deutscher Klub das kann, dann sind es die Bayern.



