Während der FC Bayern am Dienstagvormittag in Paris das Anschwitzen im Team-Hotel absolviert, schwitzen zwei Jungstars in München für ihr Comeback: Tom Bischof (20) und Lennart Karl (18). Die beiden deutschen Shootingstars fehlen dem Deutschen Meister im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain aufgrund von Muskelfaserrissen.
Intensives Reha-Training an der Säbener Straße
An der Säbener Straße ackern Bischof und Karl seit Tagen auf dem Rasen mit Reha-Chef Benjamin Sommer (44) und Reha-Coach Simon Martinello (41) für ihre Comebacks im Rückspiel am 6. Mai in der Allianz Arena. Vor allem Bischof, der einen Faserriss in der linken Wade erlitt, soll bereits über 60 Stunden in seine Rehabilitation investiert haben. Der Neuzugang aus Hoffenheim, der im Juni 2025 für 300.000 Euro Ablöse kam, möchte so schnell wie möglich wieder mit dem Team trainieren. Schon am Donnerstag könnte es so weit sein, dass er mit Karl erste Teile des Mannschaftstrainings absolvieren kann.
Bischofs ehrgeizige Ziele in der heißen Titelphase
Bischof will in der heißen Titelphase der Saison wieder eingreifen und dem Team von Meister-Trainer Vincent Kompany (40) am liebsten zum Triple verhelfen. Damit wäre seine erste Saison beim deutschen Rekordmeister vergoldet. Schon jetzt ist sie ein Erfolg für ihn persönlich: Der Mittelfeldmann kommt auf 35 Einsätze (1474 Spielminuten), davon zehnmal in der Champions League und insgesamt 15-mal in der Startelf.
Dabei war der Start nicht einfach: Eine Blinddarm-Operation stoppte ihn zum Bundesliga-Start im August 2025. Im Anschluss fasste er jedoch schnell Fuß bei Bayern. Mit Lennart Karl (Faserriss im rechten, hinteren Oberschenkel) und Aleksandar Pavlovic (21) ist er gut befreundet. Das Trio bildet die bekannte Uno-Kartenrunde. Zudem versteht sich der deutsche U21-Kapitän bestens mit DFB-Kapitän Joshua Kimmich (31) und Weltmeister-Keeper Manuel Neuer (40).
Bischof als zweitbester Fernschütze des Teams
Im Team sagen die Kollegen, dass Bischof den zweitbesten Fernschuss nach Super-Stürmer Harry Kane (32) hat – ein Mega-Lob. Kimmich animierte ihn zuletzt, im Spiel mehr aufs gegnerische Tor zu schießen. Prompt gelang Bischof am 4. April beim 3:2 in Freiburg ein Doppelpack – seine Premieren-Treffer für Bayern.
WM-Chance für Bischof?
Wenn Bischof jetzt in den letzten fünf oder sechs Pflichtspielen der Münchner in dieser Saison noch einmal sein Potenzial zeigen kann, ist er dann noch ein Kandidat für die WM in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli)? Möglich! Bisher kommt er zwar nur auf ein A-Länderspiel im Spiel um Platz 3 beim Nations-League-Finale gegen Frankreich (0:2), aber in der U21 überzeugte er in sechs Länderspielen als Kapitän bei der erfolgreichen EM-Qualifikation des DFB-Teams. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hat ihn deswegen auf dem Schirm.
Ein Vorteil von Bischof: Er ist extrem vielseitig. Im Mittelfeld kann er Sechser, Achter und Zehner spielen. Bei Kompany lernte er nun auch noch den Links- und Rechtsverteidiger. Wird er am Ende womöglich die Allzweckwaffe im Nagelsmann-Kader? Für seine WM-Chance gibt Bischof in der Reha gerade jedenfalls alles.



