BMW 7er Facelift: Nobler Luxus-Sedan erhält umfangreiches Design-Update
Die Doppelniere präsentiert sich deutlich schlanker, während die Tagfahrleuchten eine kristallähnliche Signatur erhalten. Der BMW 7er der siebten Generation polarisiert seit seiner Markteinführung im Jahr 2022 mit seinem wuchtigen Design, das insbesondere Kunden in den USA und Asien ansprechen soll. In Deutschland sorgte der XXL-Auftritt dagegen häufig für kontroverse Diskussionen. Jetzt reagieren die Bayern aus München mit einem deutlich umfangreicheren Facelift als ursprünglich erwartet.
Optische Verfeinerung und technische Neuerungen
Optisch bleibt der 7er ein imposanter Gigant, wirkt jedoch spürbar aufgeräumter und verfeinert. Der riesige Nieren-Grill wurde grundlegend überarbeitet, präsentiert sich nun schmaler und trägt horizontale Lamellen – der sogenannte "Heizkörper-Look" gehört damit endgültig der Vergangenheit an. Neue Frontschürzen, eine modernisierte Lichtsignatur und eine markantere Motorhaube bringen frischen Wind in das Erscheinungsbild.
Auch das Heck wurde sorgfältig angepasst: schmalere Leuchten mit neuer Grafik, etwas knackigere Linien und eine insgesamt harmonischere Proportion. Mit 5,39 Metern Länge und 3,22 Metern Radstand behält der 7er seine imposante Präsenz als rollender Palast. Neu im Programm sind 22-Zoll-Felgen sowie hunderte Lackierungs-Optionen, darunter auch attraktive Zweifarb-Lackierungen.
Revolutioniertes Interieur und verbesserte Antriebe
Im Innenraum demonstriert BMW, wohin die Reise in der Luxusklasse geht. Das neue Panoramic iDrive-System zieht ein, ergänzt durch ein zusätzliches Beifahrer-Display. Klassische Bedienelemente wie der bewährte Dreh-Drück-Steller werden entfernt, stattdessen setzt der Hersteller auf neue Regler und eine verbesserte Sprachsteuerung. Das riesige Display auf der Rückbank eignet sich optimal für Videokonferenzen oder Entertainment-Anwendungen und fährt bei Nichtgebrauch elegant hoch.
Das absolute Highlight bleibt der Fond: Der 31,3-Zoll-„Theatre Screen“ mit jetzt 8K-Auflösung verwandelt die Rückbank in ein privates Kino – inklusive Streaming-Diensten und Videokonferenz-Möglichkeiten. Das zentrale Display ist leicht zum Fahrer geneigt und wird durch ein serienmäßiges Beifahrer-Display ergänzt.
Überraschende Preispolitik und erweiterte Antriebspalette
Unter der Haube tut sich ebenfalls einiges. Neu für den europäischen Markt ist der 740 xDrive mit 400 PS. Der Diesel-Motor legt auf 313 PS zu, während der Plug-in-Hybrid nun bis zu 612 PS leistet. Beim vollelektrischen i7 wächst die Batteriekapazität auf 112,5 kWh, was die Reichweite auf bis zu 708 Kilometer erhöht. Zukünftig werden alle i7-Modelle mit Allradantrieb ausgestattet sein.
Überraschend ist die Preispolitik: Trotz des umfangreichen Updates wird der 7er teilweise günstiger angeboten. Der neue 740 xDrive startet ab 117.900 Euro, der Diesel ab 122.900 Euro. Den vollelektrischen i7 gibt es bereits ab 121.400 Euro – etwas weniger als im Vorgängermodell. Lediglich der Top-Hybrid M760e kostet mit rund 10.000 Euro Aufschlag deutlich mehr als bisher.
Das Facelift des BMW 7er zeigt deutlich, wie der bayerische Automobilhersteller auf Kundenfeedback reagiert und gleichzeitig technologische Innovationen vorantreibt. Mit verfeinertem Design, verbesserten Antrieben und überraschender Preispolitik positioniert sich der Luxus-Sedan neu im hart umkämpften Premium-Segment.



