Bohai-Mitarbeiter: Tränen, Wut und Hoffnung nach VW-Aus
Bohai-Mitarbeiter: Tränen, Wut und Hoffnung

Tränen, Wut und ein Funke Hoffnung – so beschreiben Mitarbeiter des Automobilzulieferers Bohai in Harzgerode ihre Gefühle nach dem überraschenden Auftragsstopp von Volkswagen. „Das trifft unsere ganze Region“, sagt ein langjähriger Angestellter, der namentlich nicht genannt werden möchte. Die Stimmung im Werk sei gedrückt, viele hätten Angst um ihre Arbeitsplätze.

Schock und Kampfgeist

Der Schritt von VW traf die Belegschaft völlig unerwartet. „Wir haben bis zuletzt gehofft, dass es weitergeht“, berichtet ein anderer Mitarbeiter. Doch nun steht das drohende Aus für das Werk in Harzgerode und das benachbarte Schlote-Werk im Raum. Die Region, die stark von der Automobilindustrie abhängt, blickt einer ungewissen Zukunft entgegen.

IG Metall ruft zum Streik auf

Die IG Metall hat unterdessen ihre Mitglieder zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. „Wir werden nicht kampflos aufgeben“, erklärt ein Gewerkschaftsvertreter. Die Kundgebung vor dem Werkstor am Dienstag soll ein Zeichen setzen. Die Mitarbeiter fordern von VW eine Rücknahme der Entscheidung oder zumindest eine Übergangslösung.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Situation ist angespannt. Viele Beschäftigte haben bereits damit begonnen, sich nach neuen Jobs umzusehen, doch in der ländlichen Region sind Alternativen rar. „Ich habe Familie und ein Haus abzuzahlen – ich weiß nicht, wie es weitergehen soll“, sagt ein Mitarbeiter mit Tränen in den Augen.

Trotz der düsteren Aussichten gibt es auch einen Funken Hoffnung: Die Betriebsleitung hat Gespräche mit anderen Automobilherstellern aufgenommen. Ob diese jedoch Früchte tragen, bleibt abzuwarten. Für die Mitarbeiter von Bohai und die gesamte Region Harzgerode beginnt eine Zeit der Ungewissheit.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration