Elektroautos überzeugen mit höherer Zuverlässigkeit in ADAC-Pannenstatistik
Eine umfassende Auswertung des ADAC, Europas größtem Automobilclub, offenbart eindrucksvolle Unterschiede in der Zuverlässigkeit zwischen Elektroautos und Verbrennern. Im vergangenen Jahr mussten die Pannenhelfer des ADAC insgesamt 3,7 Millionen Mal ausrücken, doch die Daten zeigen klar: Wer elektrisch fährt, bleibt seltener liegen. Die sogenannte Pannenkennziffer, die angibt, wie viele Pannenfälle pro 1000 Fahrzeuge auftreten, liegt bei einem vier Jahre alten Elektroauto bei 6,5 – bei einem gleichaltrigen Verbrenner dagegen bei 12,5. Dieses Muster bestätigt sich laut ADAC über alle Altersklassen hinweg und unterstreicht die technischen Vorteile der E-Mobilität.
Weniger Verschleißteile als Schlüssel zur Zuverlässigkeit
Der ADAC erklärt den Grund für die höhere Zuverlässigkeit von Elektroautos mit der reduzierten Anzahl an verschleißanfälligen Komponenten. Während bei Verbrennern typische Fehlerquellen wie Elemente des Antriebsstrangs oder das Kraftstoffsystem häufig zu Pannen führen, sind E-Autos von solchen Problemen weitgehend befreit. Allerdings gibt es bei Elektrofahrzeugen auffällig viele Pannen im Bordnetz, was Experten auf die komplexere Bordelektronik zurückführen. Unabhängig vom Antrieb bleibt ein Defekt der 12V-Batterie die mit Abstand häufigste Ursache für Einsätze der Pannenhilfe, die fast die Hälfte aller Fälle ausmacht.
Zuverlässige Modelle und häufige Pannenverursacher
Die Statistik des ADAC hebt einige Fahrzeuge als besonders zuverlässig hervor. Unter den Elektroautos glänzen der BMW i3 und das Tesla Model 3 mit geringen Pannenraten. Bei den Verbrennern zeigen der Mini und der BMW X2 eine bemerkenswerte Robustheit. Auf der anderen Seite stehen Modelle wie der Toyota C-HR sowie die Varianten RAV4, Yaris (Cross) und Corolla, die auffallend häufig liegenbleiben. Unter den E-Autos hat der Hyundai IONIQ 5 öfter mit Pannen zu kämpfen, wobei der ADAC spezifische Probleme mit einem Bauteil der Stromversorgung identifiziert.
Alter der Fahrzeuge und langfristige Trends
Generell steigt die Wahrscheinlichkeit für Pannen mit zunehmendem Fahrzeugalter. Die Autos, die im vergangenen Jahr liegenblieben, waren im Durchschnitt 14 Jahre alt. Da die zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland immer älter werden, müssen die Helfer des ADAC häufiger ausrücken. Dennoch sind ältere Autos heute zuverlässiger als in der Vergangenheit. Ein zehn Jahre altes Fahrzeug hatte im Jahr 2015 noch eine Pannenwahrscheinlichkeit von 6,5 Prozent – 2025 waren es nur noch 3,1 Prozent, so der ADAC. Diese Entwicklung spiegelt die Fortschritte in der Automobiltechnik wider und bietet Verbrauchern mehr Sicherheit im Alltag.



