Das 1:3 gegen Augsburg hat die Stimmung bei Werder Bremen verhagelt. Statt einer vorzeitigen Rettung verlängert sich der Kampf um den Klassenerhalt um mindestens eine Woche. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf Wolfsburg (16.) und St. Pauli (17.) bei noch zwei verbleibenden Spieltagen. Da beide Teams am letzten Spieltag aufeinandertreffen, kann nur ein Klub noch an Werder vorbeiziehen. Dass dies passiert, ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
Manager Clemens Fritz wird deutlich
Manager Clemens Fritz (45) sagte: „Wir hatten schon eine weitaus schlechtere Ausgangsposition als die aktuelle. Aber ich warne davor, dass sich jemand sicher fühlt. Wir sind noch nicht durch.“ Mit einem Punkt bei Champions-League-Anwärter Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr, Sky) ist Werder ohne fremde Hilfe sicher auch in der kommenden Saison Bundesligist. Fritz: „Wir wollen am Samstag alles dafür tun, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Dafür müssen wir alles auf den Platz bringen.“
Die ungeliebte Rollfeld-Rettung
Fritz will keine Rollfeld-Rettung für Werder! Gelingt der Punktgewinn beim Überraschungsteam nicht, winkt oder „droht“ den Bremern eine ungeliebte Rettung im Flugzeug. Weder darf am Nachmittag St. Pauli in Leipzig noch am Abend Wolfsburg gegen die Bayern gewinnen. Das Spiel des VW-Klubs endet erst gegen 20.20 Uhr. Da sitzen Werders Spieler bei der Rückreise aus Hoffenheim noch im Flieger. Schalten Friedl & Co. auf dem Rollfeld ihr Handy ein, könnte sie die Rettungsnachricht ereilen. Einerseits erleichternd, gleichzeitig kein angestrebtes Szenario.



