FIFA-Präsident Gianni Infantino hat gleich zu Beginn seiner Rede beim Kongress des Fußball-Weltverbandes in Vancouver klargestellt, dass der Iran an der Weltmeisterschaft in diesem Sommer teilnehmen wird. „Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt“, sagte der Schweizer. Er habe keinen Zweifel: „Der Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird der Iran in den USA spielen.“
Infantino bekräftigt klare Haltung
Bereits vor zwei Wochen hatte Infantino betont, dass der Iran trotz des militärischen Konflikts mit den USA „auf jeden Fall“ bei der WM dabei sein werde. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran im März von einer Teilnahme abgeraten und Sicherheitsbedenken geäußert. Außenminister Marco Rubio erklärte, die Entscheidung liege beim Iran, fügte jedoch hinzu: „Das Problem mit dem Iran wären nicht die Sportler. Es wären einige der anderen Leute, die sie mitbringen wollen.“
Iranische Vertreter beim Kongress abwesend
Derzeit herrscht in dem Konflikt eine Waffenruhe, doch die Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung sind ins Stocken geraten. Der iranische Fußballverband nahm nicht am Kongress in Vancouver teil. Präsident Mehdi Tadsch wurde laut Medienberichten bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete. Bereits bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington fehlte die iranische Delegation. Die USA haben seither einen Krieg mit dem Iran begonnen.
Gruppe G und mögliche Austragungsorte
Der Iran spielt in der Gruppe G gegen Belgien, Ägypten und Neuseeland. Die Spiele sollen nahe Los Angeles und in Seattle stattfinden. Zuvor hatte der Iran erwogen, seine Partien im Co-Gastgeberland Mexiko austragen zu lassen. Ein Ausschluss oder eine Absage kommen für Infantino nicht infrage. „Es gibt genug Probleme, genug Menschen, die entzweien“, sagte er mit Blick auf die Weltlage. Der Fußball hingegen habe „Kraft“ und „Magie“. „Gemeinsam sind wir unschlagbar“, so der FIFA-Chef abschließend.



