Seit Monaten strebt der deutsche Box-Held Agit Kabayel (33) ein Duell gegen den Schwergewichts-Weltmeister Oleksandr Usyk (39) an. Nun könnte dieser Traum bald Wirklichkeit werden. Nach einem Bericht des renommierten „Ringmagazine“ kommt Bewegung in die Verhandlungen. Die Boxzeitschrift berichtet, dass der einflussreiche Sportfunktionär Turki Al-Sheikh (44) ein Treffen mit Usyk plant, um über einen WM-Kampf in Deutschland zu sprechen. Pikant: Al-Sheikh ist gleichzeitig der Eigentümer des „Ringmagazine“.
Kabayel als Herausforderer berechtigt
Als Interims-Weltmeister der WBC ist Kabayel sportlich längst berechtigt, gegen den Ukrainer zu boxen. Der Weltverband hat bereits angekündigt, dass Usyk nach seiner freiwilligen Titelverteidigung am 23. Mai gegen Rico Verhoeven (37) gegen den Deutschen antreten muss. Kabayel liegt sogar eine schriftliche Bestätigung dieser Entscheidung vor, wie BILD exklusiv berichtete.
Geheimtreffen in Saudi-Arabien
Die Gerüchteküche brodelt bereits vor dem Usyk-Kampf in Ägypten. BILD erfuhr exklusiv, dass am Mittwoch ein Geheimtreffen zwischen einem Vertrauten von Kabayel und Al-Sheikh in Saudi-Arabien stattfinden soll. Zudem ist Kabayel Ende Mai zum Kampf von Usyk vor den drei großen Pyramiden in Gizeh eingeladen. Die Verhandlungen beginnen also jetzt. Das Ziel: Ein WM-Kampf im Herbst, voraussichtlich im Oktober, in einem deutschen Stadion.
Rekord-Zuschauerzahlen angepeilt
Al-Sheikh möchte mit diesem Event mehr Live-Zuschauer generieren als beim WM-Duell zwischen Wladimir Klitschko und Tyson Fury im November 2015 in Düsseldorf. Damals waren rund 55.000 Fans live dabei und 8,91 Millionen Zuschauer verfolgten den Kampf im Fernsehen. Ein neuer Rekord wäre ein Meilenstein für den deutschen Boxsport.
Frühere Geheimtreffen und Usyk's Bedingungen
Bereits Ende Januar hatte BILD enthüllt, dass es am Rande des Events „The Ring VI“ zu einem Geheimtreffen zwischen Kabayel-Promoter Spencer Brown und Usyk-Sportdirektor Sergey Lapin gekommen war. Auch Usyk soll damals anwesend gewesen sein. Dem Vernehmen nach ist der Ukrainer einem Kampf in Deutschland gegenüber aufgeschlossen, vorausgesetzt, die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. Nach BILD-Informationen will Usyk für den Kampf gegen Kabayel deutlich mehr als 10 Millionen Euro kassieren. Darüber wird nun im Hintergrund verhandelt.
Die Boxwelt fiebert einem möglichen Duell entgegen, das nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ein Highlight werden könnte. Kabayel und sein Team arbeiten seit Monaten im Hintergrund an diesem Mega-Event, und nun scheint der Durchbruch greifbar nah.



