MAN-Betriebsrätin: Keine Kündigungswelle trotz Stellenabbau in München
Immer mehr Industriearbeitsplätze verschwinden in der bayerischen Landeshauptstadt. Auch der Nutzfahrzeughersteller MAN plant einen umfangreichen Stellenabbau. Die AZ sprach exklusiv mit der Betriebsratsvorsitzenden Karina Schnur über die konkreten Folgen für die Belegschaft.
Spannende Zeiten für MAN in Allach
Karina Schnur, die Chefin des Betriebsrats bei MAN im Münchner Stadtteil Allach, beschreibt die aktuelle Situation als spannend. Das Unternehmen hat konkrete Pläne zum Abbau von Tausenden Stellen bekanntgegeben. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines generellen Rückgangs von Industriearbeitsplätzen in der Region München.
Keine Massenkündigungen in Sicht
Trotz des umfangreichen Stellenabbaus sieht Betriebsratschefin Schnur keine klassische Kündigungswelle auf die Mitarbeiter zukommen. In dem Gespräch betonte sie, dass der Prozess sozialverträglich gestaltet werden soll. Der Fokus liege auf alternativen Maßnahmen wie:
- Natürlichem Personalabgang durch Ruhestand
- Innerbetrieblichen Versetzungen
- Qualifizierungs- und Umschulungsprogrammen
- Vorruhestandsregelungen
Industrieller Wandel in München
Der geplante Stellenabbau bei MAN ist Teil eines größeren Trends. Die bayerische Metropole verliert kontinuierlich klassische Industriearbeitsplätze, während wissensintensive Dienstleistungen und Hightech-Branchen wachsen. Dieser strukturelle Wandel stellt insbesondere langjährige Industriebeschäftigte vor Herausforderungen.
Die Betriebsratsvorsitzende Schnur betont die Bedeutung eines frühzeitigen und transparenten Dialogs zwischen Management, Betriebsrat und Belegschaft. Nur so könnten die sozialen Härten des Wandels abgefedert und Perspektiven für die betroffenen Mitarbeiter entwickelt werden.



