Nach seinem schweren Sturz beim Großen Preis von Katalonien ist MotoGP-Pilot Álex Márquez erfolgreich operiert worden. Der Spanier erlitt einen Bruch des rechten Schlüsselbeins und eine Fraktur im C7-Wirbel. Der Eingriff fand in Barcelona statt, wo ihm eine Platte zur Stabilisierung des Schlüsselbeins eingesetzt wurde. Wie das Ducati-Team Gresini Racing mitteilte, soll Márquez das Krankenhaus noch am Montag verlassen können.
Horrorcrash mit Folgen
Der 30-jährige Vizeweltmeister war am Sonntag im sechsten WM-Lauf des Jahres verunglückt. Bei hoher Geschwindigkeit streifte er die KTM seines Landsmanns Pedro Acosta, die auf einer Geraden plötzlich langsamer geworden war. Acosta vermutete ein Elektronikproblem als Ursache. Márquez geriet daraufhin auf einen Grünstreifen, verlor die Kontrolle über seine Maschine, konnte aber einen Aufprall gegen die Streckenbegrenzung vermeiden. Sein Motorrad wurde bei dem Crash völlig zerstört.
Ungewisse Zukunft
Wie lange Márquez pausieren muss, ist derzeit unklar. Das nächste Rennen der MotoGP-Saison findet in gut zwei Wochen in Mugello, Italien, statt. Ob der Spanier dort antreten kann, hängt von seiner Genesung ab. Die Verletzung am C7-Wirbel bereitet zusätzliche Sorgen, auch wenn sie als stabil eingestuft wird.
Weitere Verletzte
Neben Márquez zog sich auch Johann Zarco Verletzungen zu. Der Franzose stürzte unmittelbar nach dem Neustart des Rennens schwer. Dabei verklemmte sich sein Bein zwischen Hinterrad und Heck der Ducati von Francesco Bagnaia. Zarco erlitt einen kleinen Bruch am unteren Ende des Wadenbeins sowie Bandverletzungen im Knie.
Bereits am Montag fanden in Barcelona Testfahrten statt, die erneut von Roten Flaggen unterbrochen wurden. Weltmeister Jorge Martín von 2024 stürzte und musste zur Untersuchung ins Medical Center und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Es war bereits der sechste Sturz des Spaniers seit dem Auftakt am Freitag.



