Skoda Enyaq im TÜV-Report: Bremsprobleme trüben ansonsten positives Bild des E-SUVs
Skoda Enyaq: Bremsprobleme im TÜV-Report

Skoda Enyaq im TÜV-Report: Bremsprobleme als ärgerlicher Makel

Der Skoda Enyaq hat sich als vollelektrisches SUV mit viel Platz, moderner Technik und alltagstauglicher Reichweite etabliert. Das familienfreundliche E-Auto gilt als beliebte Wahl auf dem Elektromarkt, doch der aktuelle TÜV-Report zeigt eine deutliche Schwäche, die das ansonsten positive Bild trübt.

Technische Daten und Alltagstauglichkeit

Seit 2020 produziert, nutzt der Enyaq den modularen E-Baukasten, den auch Konzernschwestern wie der VW ID.4 und Audi Q4 e-tron verwenden. Mit Motoren von 148 bis 340 PS und Akkukapazitäten zwischen 55 und 84 kWh bietet das SUV Reichweiten von etwa 220 bis 400 Kilometern. Die maximale Ladeleistung variiert je nach Modelljahr zwischen 50 und 175 kW, wobei Schnellladen nicht immer serienmäßig enthalten ist.

Besonders hervorzuheben ist das ausgezeichnete Platzangebot: Bei 4,65 Metern Länge bietet der Enyaq auf der Rückbank und im Kofferraum mit 585 bis 1710 Litern Stauraum familientaugliche Dimensionen. Die gekonnt abgestimmte Federung und der leise Antrieb sorgen für hohen Fahrkomfort, während die Heckantriebsversionen mit einem Wendekreis auf Kleinwagen-Niveau überzeugen.

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Schwachstellen und Probleme

Die frühen Versionen des Enyaq litten unter Problemen mit der Infotainment-Software MIB3, die alles andere als rund lief. Ab dem Facelift 2023 wurde die Übergangsversion ME4 eingeführt, die sich auf die aktuelle Version ME5 updaten lässt. Zu den häufigeren Problemen zählen außerdem Ladeschwierigkeiten und -ausfälle, bei denen nicht die achtjährige Akkugarantie, sondern lediglich die zweijährige Herstellergarantie greift.

Während Mängel an Achsaufhängungen und Lenkgelenken im Mittelfeld liegen und die Bremsscheiben – oft eine Schwachstelle bei Elektroautos – keine Kritik erfahren, zeigt sich eine deutliche Problemzone bei der Bremsleistung.

Besorgniserregende TÜV-Ergebnisse

Die TÜV-Prüfer schicken den Enyaq sehr häufig wegen schlechter Bremsleistung vom Hof. Fast jedes zehnte Fahrzeug fällt bei der ersten Hauptuntersuchung durch erhebliche Mängel in diesem Bereich durch – eine Quote, die eindeutig zu hoch ist und den ansonsten positiven Eindruck des Elektro-SUVs trübt.

Diese ärgerliche Schwäche steht im Kontrast zu den vielen positiven Eigenschaften des Fahrzeugs, das ansonsten vieles richtig gemacht hat. Für potenzielle Käufer bedeutet dies, dass sie bei einem gebrauchten Enyaq besonders auf den Zustand des Bremssystems achten sollten.

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