Spritpreise sinken weiter - doch Entspannung verliert an Tempo
Spritpreise sinken weiter - Tempo lässt nach

Spritpreise sinken weiter - doch Entspannung verliert an Tempo

Die Entspannung an den deutschen Tankstellen setzt sich fort, allerdings mit deutlich verlangsamter Dynamik. Sowohl Diesel als auch Superbenzin der Sorte E10 werden weiterhin günstiger, doch das Tempo der Preissenkungen hat sich merklich abgeschwächt. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend beim Dieselkraftstoff, der traditionell als krisenanfälliger gilt und nun auch schneller fällt als Benzin.

ADAC meldet aktuelle Durchschnittspreise

Laut aktuellen Daten des ADAC kostete E10 im bundesweiten Tagesschnitt des Donnerstags 2,077 Euro pro Liter. Dies entspricht einem Rückgang von 1,2 Cent im Vergleich zum Vortag. Deutlicher fiel die Verbilligung bei Diesel aus, der sich um 2,6 Cent auf 2,211 Euro pro Liter reduzierte. Diese Entwicklung setzt den Abwärtstrend fort, der nach dem Hoch rund um die Osterfeiertage eingesetzt hat.

Preissprung zur Mittagszeit fällt hoch aus

Der übliche Preissprung um die Mittagszeit, der seit Anfang April nur noch zu dieser Tageszeit erlaubt ist, fiel am Freitag besonders deutlich aus. Im Durchschnitt stiegen die Preise für E10 um 11 Cent und für Diesel sogar um 11,8 Cent an. Interessanterweise zeigen die bundesweiten Durchschnittspreise nach diesem Sprung nur noch bei Diesel eine leichte Tendenz nach unten im Vergleich zum Vortag. Bei E10 war der Preis um 12.15 Uhr - direkt nach dem Preissprung - sogar minimal höher als zur gleichen Zeit am Donnerstag.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

E10 teilweise unter 2 Euro - aber nur vormittags

Am Freitagvormittag boten einige Tankstellen in verschiedenen Regionen Deutschlands den Liter E10 für weniger als 2 Euro an. Diese günstigen Angebote waren jedoch nach dem Preissprung um 12.00 Uhr praktisch nicht mehr zu finden. Solche deutlichen Unterschiede im Tagesverlauf und zwischen einzelnen Anbietern sind an deutschen Tankstellen nicht ungewöhnlich, spiegeln aber die aktuelle Marktdynamik wider.

Langfristige Preisentwicklung im Blick

Seit ihrem Höchststand rund um Ostern sind die Spritpreise deutlich gefallen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags lag E10 jedoch immer noch knapp 30 Cent über dem Niveau vor Kriegsbeginn im Iran, während Diesel um gut 46 Cent teurer war. In der Spitze hatten die Preise sogar um 41 Cent bei E10 und über 70 Cent bei Diesel zugelegt.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung des Preisabstands zwischen Diesel und E10. Normalerweise ist Diesel günstiger als E10, doch in der aktuellen Krise hatte Diesel zunächst viel schneller zugelegt als Superbenzin. Nun fällt der Dieselpreis auch wieder deutlich schneller, wodurch sich der Preisabstand mit gut 13 Cent im Vergleich zum Maximum inzwischen beinahe halbiert hat.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration