Der Opel-Mutterkonzern Stellantis hat sich nach einem gewaltigen Milliardenverlust im Jahr 2025 im ersten Quartal 2026 zurück in die Gewinnzone gekämpft. Wie der VW-Rivale mitteilte, stieg der globale Umsatz um 6 Prozent auf 38,1 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein kleiner Quartalsgewinn von 377 Millionen Euro, nach einem Verlust von 387 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Absatz des Multimarken-Konzerns, zu dem Marken wie Fiat, Peugeot, Jeep und Opel gehören, kletterte um 11 Prozent auf 1,365 Millionen Fahrzeuge.
Milliardenverlust 2025 durch US-Elektrostrategie
Im vergangenen Jahr hatte der Autokonzern wegen hoher Abschreibungen auf seine US-Elektroautostrategie einen Verlust von 22,3 Milliarden Euro verbucht. Hintergrund waren gestrichene Elektro-Subventionen durch die Regierung von US-Präsident Donald Trump und die daraus resultierende Nachfrageschwäche. Die Krise wird den Konzern noch lange mit Milliardenzahlungen belasten. Für das erste Quartal wurde ein Abfluss von freien Mitteln in Höhe von 1,9 Milliarden Euro verbucht.
Neuer Chef Antonio Filosa gibt sich zuversichtlich
Der neue Konzernchef Antonio Filosa muss Stellantis nun stabilisieren und wieder in ruhiges Fahrwasser führen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die für dieses Jahr geplanten zehn neuen Modelle weiter Schwung verleihen werden, wie Filosa laut einer Mitteilung erklärte. Die Jahresprognose bestätigte der Manager: Der Umsatz soll um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen, die bereinigte operative Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich landen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Stellantis auch im Tagesgeschäft rote Zahlen geschrieben.



