Eugen Polanski (40) hatte in den letzten fünf sieglosen Wochen viele Probleme – nun hat er plötzlich ein Luxusproblem! Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im Borussen-Kracher gegen Dortmund fehlt mit dem rot-gesperrten Jens Castrop (22) nur ein einziger Spieler aus dem gesamten Kader. Um den Castrop-Job auf der linken Außenbahn kämpfen gleich vier Konkurrenten.
Die große Frage: Wie viel Mut zeigt Polanski?
Traut er sich endlich wieder, den von den Fans gefeierten und geforderten Wael Mohya (17) in die Startelf zu stellen? In den beiden letzten Spielen in Wolfsburg (0:0) und gegen Mainz (1:1) ließ Polanski das Supertalent jeweils 90 Minuten warmlaufen. Auf der Mitgliederversammlung begründete er seine Zurückhaltung damit, dass Spielverläufe und Verletzungen bei anderen Profis eine Einwechslung verhindert hätten. Das ist natürlich blanker Unsinn: In Wolfsburg wechselte der Coach beispielsweise nur viermal und ließ eine Option einfach verstreichen. Polanski versprach den Fans jedoch: „Wael lässt sich nicht verhindern. Wir werden noch viel Spaß an ihm haben – und ihn auch wieder vermehrt auf dem Rasen sehen.“
Die defensiv stärkere Variante: Lukas Ullrich
Eine defensiv stärkere Option wäre Lukas Ullrich (22), der sein schwaches Spiel in Leipzig (0:1) verkraftet hat und im Training wieder Vollgas gibt. Er könnte mit seiner Stabilität überzeugen.
Die offensive Option: Hugo Bolin
Eine rein offensive Alternative ist Hugo Bolin (22), der enormes Tempo mitbringt und dribbelstark ist. Er könnte für mehr Durchschlagskraft sorgen.
Robin Hack drängt zurück
Der vierte Gladbacher, der sein Startelf-Comeback nach schwerer Knieverletzung kaum erwarten kann, ist Robin Hack (27). Der Retter aus der Saison 23/24 mit zehn Toren in der zweiten Saisonhälfte sagte zuletzt: „Es nervt natürlich, nur zuzuschauen und nicht helfen zu können.“ Jetzt ist er bereit, auch wenn Polanski einschränkt: „Robin kann nach der langen Ausfallzeit keine 90 Minuten spielen. Es ist aber auch eine Option, ihn von Beginn an zu bringen und zu sehen, wie lange seine Kräfte reichen.“
Manager Schröder ist gespannt
Manager Rouven Schröder (50) verfolgt die Entscheidungsfindung gespannt: „Es ist nicht einfach für den Trainer bei so vielen Alternativen. Aber jetzt können es ihm die Jungs zeigen, die sich zuletzt gefragt haben, wo sie bleiben!“



