Der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat die Ticketpreise für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada scharf kritisiert. Im Interview mit dem Streamingdienst DAZN sagte der 74-Jährige: „Da kriege ich die Krätze.“ Hoeneß erklärte, dass er ursprünglich vorgehabt habe, zur WM zu reisen, da er eine Einladung von einem guten Freund erhalten hatte, der ihm ein Haus zur Verfügung stellen wollte. Doch aufgrund der exorbitanten Preise habe er sich dagegen entschieden: „Aber das mache ich nicht mit.“
Kommerz ohne Grenzen
Hoeneß betonte, dass er grundsätzlich nichts gegen Kommerz im Fußball habe, doch die aktuellen Entwicklungen gingen zu weit. „Ich bin für Kommerz, aber nicht für so eine Ausuferung. Eine Endspielkarte, zweieinhalbtausend Dollar, das geht nicht mehr“, kritisierte er. Er fügte hinzu, dass solche Preise vielleicht von Fans aus China bezahlt werden könnten, die sich einmal im Jahr ein Spiel gönnen, aber ein normaler deutscher Fan würde dafür in der Regel nicht zur WM reisen.
Unmut über Ticketverkauf
In den vergangenen Tagen und Wochen hatte es massiven Unmut über die Ticketpreise für die Spiele der WM gegeben, die vom 11. Juni bis 19. Juli stattfindet. Neben dem regulären Verkauf bietet die FIFA eine Plattform an, auf der erworbene Karten weiterverkauft werden können – ohne Regulierung durch den Weltverband. Der Verkäufer legt den Preis fest, was zu teils horrenden Summen führt. Hoeneß‘ Kritik reiht sich in die zunehmende Empörung über die Kommerzialisierung des Fußballs ein.



