EU-Kommissar warnt vor schwerster Energiekrise aller Zeiten
EU-Kommissar: Schwerste Energiekrise aller Zeiten droht

Brüssel – Eine alarmierende Warnung erreicht die Welt aus Brüssel: Nach Einschätzung der Europäischen Union könnten die Folgen des Iran-Kriegs noch Jahre andauern. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen (50) befürchtet, dass die Golfstaaten selbst nach einem möglichen Kriegsende nicht zur normalen Energieversorgung zurückkehren könnten. Er spricht von der „wohl schwersten Energiekrise aller Zeiten“, mit der die Welt konfrontiert sei.

Mehrkosten in Milliardenhöhe

Bereits seit Beginn des Iran-Konflikts habe die EU „über 30 Milliarden Euro mehr für Importe fossiler Brennstoffe ausgegeben – ohne dafür zusätzliche Lieferungen zu erhalten“, so Jørgensen. Diese Summe resultiere aus den stark gestiegenen Preisen, die die EU für die benötigte Ware zahlen müsse. Der Politiker warnte zudem vor einem drohenden Gasmangel: Selbst wenn der Iran-Konflikt enden sollte, werde es Jahre dauern, bis sich der Energiemarkt wieder stabilisiere.

Waffenruhe brüchig – neue Angriffe

Die Hoffnung auf eine baldige Entspannung schwindet jedoch. Trotz einer vereinbarten Waffenruhe kam es am Montag zu neuen Angriffen: Iranische Streitkräfte beschossen US-Militärschiffe, woraufhin die Amerikaner mehrere Schnellboote der Revolutionsgarden versenkten. Die Lage bleibt somit äußerst angespannt.

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EU reagiert mit neuer Beobachtungsstelle

Für die EU bedeutet dies konkret: Es wird nicht nur teurer, viele Lieferungen könnten sogar ganz ausbleiben. Besonders bei Flugzeugtreibstoff Kerosin drohe ein Versorgungsengpass. Um gegenzusteuern, richtet die EU eine neue Beobachtungsstelle ein. Diese soll Daten sammeln, wo noch ausreichend Kerosin vorhanden ist, erklärte Jørgensen. Bei regionalen Engpässen droht eine Umverteilung von oben: „Wir hoffen, dass es nicht zu einer Situation kommt, in der dies notwendig wird, aber wir bereiten uns darauf vor.“

Auswirkungen auf die Schifffahrt

Seit Beginn des Iran-Konflikts ist die zivile Schifffahrt durch die Straße von Hormus faktisch lahmgelegt. Zahlreiche Gas- und Öllieferungen erreichen ihr Ziel nicht. Hinzu kommen wochenlange Angriffe, die wichtige Produktionsanlagen in den Golfstaaten nachhaltig beschädigt haben.

Zweite große Energiekrise für die EU

Für die Europäische Union ist es bereits die zweite schwere Energiekrise innerhalb kurzer Zeit. Bereits 2022 hatte der russische Angriff auf die Ukraine viele EU-Staaten gezwungen, auf russische Lieferungen zu verzichten und sich eilig neue Lieferanten zu suchen. Nun droht eine erneute Zäsur.

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