Analyse: Offshore-Windbranche schafft aktuell 31.500 Vollzeitstellen in Deutschland
Eine von der Offshore-Windbranche finanzierte Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass dieser Wirtschaftsbereich rechnerisch rund 31.500 Vollzeitstellen in Deutschland generiert. Diese Zahlen teilte der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) mit, der die Analyse beim Institut Windresearch in Auftrag gegeben hatte.
Potenzial für deutlichen Beschäftigungsanstieg bis 2045
Der Verband geht davon aus, dass sich die Beschäftigung in diesem Sektor in den kommenden Jahren erheblich steigern könnte. Vorstellbar sind bis zum Jahr 2045 rund 120.000 Vollzeitbeschäftigte, was einer Vervierfachung der aktuellen Zahlen entsprechen würde. Diese positive Entwicklung setzt jedoch voraus, dass der Ausbau der Offshore-Windkraft in Nord- und Ostsee wie gesetzlich vorgesehen bis 2045 realisiert wird.
Bundesländer mit den meisten Arbeitsplätzen in der Branche
Laut der Untersuchung ist Nordrhein-Westfalen der wichtigste Beschäftigungsstandort auf Bundeslandebene. Auf NRW entfallen rechnerisch nahezu 6.300 Vollzeitstellen. Es folgen:
- Baden-Württemberg
- Saarland
- Niedersachsen
Die Tatsache, dass auch Bundesländer fernab der Küsten eine bedeutende Rolle spielen, erklärt sich durch die Ansiedlung zahlreicher Zulieferbetriebe in diesen Regionen.
Vergleich zur vorherigen Untersuchung aus dem Jahr 2022
Der BWO hatte bereits 2022 eine ähnliche Analyse veröffentlicht. Damals schätzten die Verfasser die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in der Offshore-Windbranche auf 21.400. Der aktuelle Wert von 31.500 Stellen zeigt somit einen deutlichen Anstieg innerhalb weniger Jahre und unterstreicht das dynamische Wachstum dieses zukunftsträchtigen Wirtschaftszweiges.



