PCK-Raffinerie Schwedt offiziell gerettet: USA befreien Rosneft-Deutschland von Ölsanktionen
PCK-Raffinerie Schwedt gerettet: USA befreien Rosneft von Sanktionen

PCK-Raffinerie in Schwedt offiziell gerettet: USA befreien Rosneft-Deutschland von Ölsanktionen

Die deutschen Rosneft-Töchtergesellschaften stehen seit dem russischen Angriff auf die Ukraine unter Treuhandverwaltung des Bundes. Betroffen davon ist auch die PCK-Raffinerie in Schwedt, ein zentraler Standort für die Energieversorgung in Ostdeutschland. In einer überraschenden Entscheidung haben die USA nun den deutschen Ableger des russischen Ölkonzerns Rosneft dauerhaft von ihren Sanktionen gegen den russischen Ölsektor ausgenommen.

Rechtssicherheit für die Raffinerie und tausende Jobs

Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte, wird damit rechtssicher klargestellt, dass die deutschen Rosneft-Tochtergesellschaften während ihrer Treuhandverwaltung nicht von den US-Sanktionen gegen die russische Muttergesellschaft erfasst werden. Diese Klarstellung hat eine herausragende Bedeutung für die PCK-Raffinerie in Schwedt und die gesamte Region Brandenburg.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte: „Die Entscheidung der US-Behörden ist ein starkes Signal für den engen transatlantischen Schulterschluss in der Sanktionspolitik.“ Sie zeige, dass Deutschland und die Vereinigten Staaten auch in komplexen geopolitischen Fragen eng abgestimmt handelten und gemeinsam tragfähige Lösungen ermöglichten.

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Politische Reaktionen aus Brandenburg und Berlin

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach von einer „wirklich guten Nachricht für unsere Region und die PCK-Raffinerie“. Der Sozialdemokrat dankte dabei ausdrücklich Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Reiche (beide CDU) für ihren Einsatz für den Standort Schwedt.

Der Uckermärker Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke (SPD) bezeichnete die Entscheidung gegenüber unserer Redaktion als „gut“ und betonte: „Investitionen beim PCK können jetzt stärker als bisher vorangetrieben werden.“ Der Grünen-Abgeordnete Michael Kellner forderte die Eigentümer des PCK auf, „jetzt endlich in die Zukunft zu investieren“.

Kritische Stimmen und Forderungen nach Verstaatlichung

Ganz anders äußerte sich der Bundestagsabgeordnete der Linken, Christian Görke. Der Oppositionspolitiker sprach von einer „Beruhigungspille“, die keine dauerhafte Sicherheit gebe. „Diese US-Regierung mit ihrem unberechenbaren Präsidenten hat schon viele Entscheidungen revidiert, und kann es auch hier jederzeit tun.“

Zum wiederholten Male forderte Görke eine Verstaatlichung der Raffinerie: „Das würde auch endlich Klarheit in die Eigentümerstruktur bringen, um die dringend notwendigen Investitionen am Standort und die Notifizierung des Pipelinebaus abzusichern.“ Trotz dieser kritischen Einwände bedeutet die US-Entscheidung für die PCK-Raffinerie in Schwedt eine wesentliche Stabilisierung und sichert tausende Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region.

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