Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt die Leitzinsen im Euroraum trotz des aktuellen Ölpreisschocks unverändert. Der für Banken und Sparer maßgebliche Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank nach einer Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt mitteilte.
Stabilität als oberstes Ziel
Das oberste Ziel der EZB ist es, für einen stabilen Euro zu sorgen. Dies sieht sie erreicht, wenn die Preise nicht zu stark steigen. Mittelfristig strebt die EZB eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Trotz der jüngsten Ölpreissteigerungen, die potenziell inflationstreibend wirken könnten, entschied sich der Rat gegen eine Anpassung der Zinssätze.
Auswirkungen auf Banken und Sparer
Der unveränderte Einlagenzins bedeutet, dass Banken weiterhin 2,0 Prozent Zinsen erhalten, wenn sie überschüssige Liquidität bei der EZB parken. Für Sparer bleibt die Lage angespannt, da die Niedrigzinsphase trotz der aktuellen Leitzinsen anhält. Experten erwarten jedoch, dass die EZB die Lage weiterhin genau beobachten wird.
Die Entscheidung fiel einstimmig, wie aus Kreisen der Notenbank verlautete. Marktteilnehmer reagierten verhalten, da die Zinsentscheidung weitgehend erwartet worden war. Die nächste Sitzung des EZB-Rates ist für Juni angesetzt.



