Spritpreis-Reform tritt in Kraft: Neue Regeln an der Tankstelle ab sofort
Neue Spritpreis-Regeln: Tankstellen dürfen nur noch um 12 Uhr erhöhen

Neue Regeln an deutschen Tankstellen: High Noon bestimmt den Spritpreis

Die schwarz-rote Bundesregierung hat in einer ungewöhnlich schnellen Aktion ein neues Spritpreispaket auf den Weg gebracht, das ab sofort in Kraft tritt. In einem Schnellverfahren passierte die Reform sowohl das Parlament als auch den Bundesrat, um den Frust der Verbraucher an der Zapfsäule zu dämpfen.

High Noon: Nur um 12 Uhr dürfen Preise steigen

Die neue Rechtslage sieht vor, dass Tankstellenbetreiber ihre Preise für Benzin und Diesel nur noch einmal täglich erhöhen dürfen – und zwar exakt um 12 Uhr mittags. Diese Regelung, die von Verbraucherschützern lange gefordert wurde, soll Autofahrern mehr Transparenz und Planungssicherheit bieten. Preisreduzierungen sind dagegen jederzeit möglich, ob die Tankstellen diese Möglichkeit tatsächlich nutzen, bleibt jedoch abzuwarten.

Die Spritpreise haben sich in den vergangenen Wochen deutlich vom Rohölpreis der Nordseesorte Brent entkoppelt. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace zeigt, dass die Mineralölkonzerne in Deutschland von der Hochpreisphase besonders profitieren. Laut den Berechnungen sind ihre Überschussgewinne in keinem anderen EU-Land so hoch wie in der Bundesrepublik – ein Vorwurf, den die Branche entschieden zurückweist.

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Wirtschaftsprognose wird nach unten korrigiert

Parallel zur Spritpreisdebatte stellen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute heute ihre gemeinsame Frühjahrsprognose für das Jahr 2026 vor. Wegen des anhaltenden Irankonflikts und der daraus resultierenden Energiepreisentwicklung mussten die Experten ihre Wachstumserwartungen für Deutschland nach unten korrigieren.

Während im Herbst noch von 1,3 Prozent Wirtschaftswachstum für 2026 ausgegangen wurde, hat sich diese Hoffnung vorerst zerschlagen. Die anhaltende Krise lässt befürchten, dass auf Jahre der Rezession und des Dümpelwachstums kein kräftiger Aufschwung folgen wird.

Erste Unternehmen spüren die Auswirkungen

Bei ersten Konzernen machen sich die Auswirkungen der Energiekrise bereits bemerkbar. Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr hat die Belegschaft gestern auf schwierige Zeiten eingeschworen und die Vorbereitung zweier Krisenpakete angekündigt.

Das erste Paket sieht vor, bis zu 20 Flugzeuge vorübergehend außer Dienst zu stellen. Für den Fall einer weiteren Eskalation der Krise wäre sogar die Stilllegung von 40 Maschinen geplant. Auch die Wiedereinführung von Kurzarbeit wird in der Diskussion erwogen, ein endgültiger Beschluss steht jedoch noch aus.

Historische Mondmission steht bevor

Während auf der Erde wirtschaftliche und energiepolitische Herausforderungen dominieren, bereitet sich die NASA auf eine historische Weltraummission vor. Die vier Crew-Mitglieder der Artemis-Mission – die US-Astronautin Christina Koch, ihre amerikanischen Kollegen Reid Wiseman und Victor Glover sowie der Kanadier Jeremy Hansen – warten seit Februar auf ihren Start ins All.

In den kommenden Tagen soll ihre Rakete endlich abheben und die Astronauten auf eine Reise zum Mond schicken, bei der sie diesen umrunden und sich dabei weiter von der Erde entfernen werden als je zuvor ein Mensch. Diese Mission dient als Vorbereitung für die geplante Mondlandung im Jahr 2028.

Verlierer des Tages: Der Mann, der Apple verließ

Ein besonderes Kuriosum am heutigen Tag betrifft den US-amerikanischen Tech-Experten Ronald Wayne. Vor genau 50 Jahren gründete er gemeinsam mit Steve Jobs und Steve Wozniak im kalifornischen Los Altos ein Unternehmen namens Apple. Nach nur elf Tagen stieg Wayne jedoch aus und ließ sich seine Anteile für 800 Dollar auszahlen – später kamen noch einmal 1500 Dollar dazu.

Heute wären diese Anteile rund 370 Milliarden US-Dollar wert. Der inzwischen 91-jährige Wayne trägt sein Schicksal mit Fassung und erklärte einmal: „Ich konnte das Tempo nicht durchhalten. Ich wäre zwar reich geworden, aber ich wäre auch der reichste Mann auf dem Friedhof geworden.“

Die neuen Spritpreisregelungen markieren einen wichtigen Schritt in der Energiepolitik, während die wirtschaftlichen Prognosen düster bleiben und historische Weltraummissionen neue Horizonte eröffnen.

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