Steuergeld-Kritik bei 'Höhle der Löwen': Schlagzeug-Videospiel entfacht Investoren-Sturm
In der beliebten Gründershow „Höhle der Löwen“ sorgte ein ungewöhnliches Pitch für kontroverse Diskussionen und deutliche Ablehnung seitens der Investoren. Der leidenschaftliche Drummer Andreas Schneid (43) stellte sein Videospiel „Drum Revolution“ vor, das im Jump & Run-Stil Anfängern das Schlagzeugspielen beibringen soll. Während zunächst Begeisterung aufkam, wandelte sich die Stimmung schnell, als es um die finanziellen Details ging.
Kindheitstraum und erste Begeisterung
Besonders Löwe Ralf Dümmel (59) zeigte sich anfangs hellauf begeistert von der Präsentation. Er setzte sich prompt ans Schlagzeug und probierte das Spiel aus, wobei er eine persönliche Anekdote teilte: „Ich bekam eine elektrische Orgel. Ich war todunglücklich!“ Dümmel erzählte, wie er sich als Kind immer ein Schlagzeug gewünscht hatte, doch seine Mutter Bedenken wegen der Nachbarn äußerte. Sein Musiklehrer sei zudem betrunken zur ersten Stunde erschienen und in den Vorgarten gefallen, was das Ende seiner musikalischen Ambitionen bedeutete. Umso größer war die Freude, als er mithilfe des Videospiels endlich trommeln konnte: „Ach, das ist ja witzig. Das macht Spaß!“ Die anderen Löwen stimmten sogar in den Queen-Klassiker „We will rock you“ ein, den Dümmel spielte.
Realitätsverlust und Steuergeld-Vorwürfe
Die positive Stimmung kippte jedoch schlagartig, als Gründer Schneid 150.000 Euro für acht Prozent seiner Firma forderte und zugab, noch keinen nennenswerten Umsatz erzielt zu haben. Löwin Janna Ensthaler (41) reagierte umgehend mit scharfer Kritik: „Das ist schon Realitätsverlust. Wie kommst du auf die Bewertung?“ Schneid erklärte, bereits 440.000 Euro Eigenkapital investiert zu haben und eine Computerspielförderung des Bundes erhalten zu haben. Dies löste bei Ensthaler Empörung aus: „Die offiziellen Fördertöpfe sind manchmal so blind. Das sind unsere Steuergelder! Wir brauchen das Geld für viel wichtigere Dinge.“ Sie lehnte das Angebot konsequent ab und bezeichnete die Forderung als „frech“.
Investoren einig in ihrer Ablehnung
Die Kritik war unter den Löwen einstimmig. Frank Thelen (50) merkte an, sein Team hätte ein solches Produkt „innerhalb eines Wochenendes“ fertigstellen können und verwies auf die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz. Carsten Maschmeyer bezeichnete den Gründer als „Träumer“, während Judith Williams (54) das Investment für „uninvestierbar“ hielt. Selbst der zunächst begeisterte Dümmel musste einräumen: „Die Firmenbewertung ist eine Frechheit.“ Am Ende verließ Schneid die Höhle ohne Deal, sichtlich angeschlagen von der harten Kritik: „Die waren schon heftig in ihrer Kritik.“
Die Episode verdeutlicht einmal mehr, wie in der „Höhle der Löwen“ nicht nur innovative Ideen, sondern auch realistische Geschäftsmodelle und der verantwortungsvolle Umgang mit Fördermitteln im Fokus stehen. Die Debatte um die Verwendung von Steuergeldern für solche Projekte bleibt dabei ein besonders sensibles Thema, das regelmäßig kontroverse Diskussionen auslöst.



