Nach Schließfach-Raubserie: Volksbank OWL schließt zahlreiche Tresoranlagen
Volksbank schließt Schließfächer nach Einbruchsserie

Volksbank OWL zieht Konsequenzen nach Schließfach-Einbrüchen

Nach einer Serie von spektakulären Einbrüchen in Bankschließfächer, darunter einem Millionen-Coup in Gelsenkirchen, reagiert die Verbund Volksbank OWL mit drastischen Maßnahmen. Die Bank kündigt zahlreiche Schließfachanlagen in der Region Ostwestfalen-Lippe und bündelt diese künftig ausschließlich an 14 größeren Beratungscentern.

Hintergrund: Eine Welle von Bankrauben

Hintergrund der Entscheidung ist eine Häufung von Einbrüchen in Schließfachanlagen. Besonders im Fokus steht der professionell geplante Raub in einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen im Dezember 2025, bei dem Unbekannte etwa 3000 Schließfächer aufbrachen. Dieser Fall ist bis heute nicht aufgeklärt. Weitere Vorfälle ereigneten sich zu Jahresbeginn in Halle im Kreis Gütersloh und in Bremen.

Thorsten Heggen, Sprecher der Verbund Volksbank OWL, erklärt gegenüber BILD: „Aktuell müssen wir feststellen, dass sich aufgrund der Vielzahl der Einbruchsvorfälle der vergangenen Wochen die Sicherheitslage verändert hat und eine erhöhte Gefährdung durch potenzielle Nachahmungstäter besteht.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Konsequenzen für Kunden und Bank

Als direkte Folge werden die Schließfachanlagen in kleineren Filialen geschlossen und abgebaut. Betroffene Kunden erhalten Kündigungsschreiben und müssen ihre Wertsachen bis zum Stichtag räumen sowie die Schlüssel zurückgeben. Die Bank betont, dass sie keine Kenntnis vom Inhalt der Schließfächer hat und Kunden für den Umzug selbst verantwortlich sind.

Gleichzeitig investiert die Volksbank eine hohe sechsstellige Summe, um die Kapazitäten an den verbleibenden Standorten wie Bielefeld, Paderborn, Minden, Höxter und Detmold auszubauen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen.

Reaktionen aus der Branche

Während die Verbund Volksbank OWL diesen Schritt geht, plant die Volksbank in Ostwestfalen laut Sprecher Jan Kleinheinrich derzeit keine Schließungen. Auch die Sparkassen in der Region beobachten die Entwicklung aufmerksam. Liane Buchholz, Präsidentin des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe, mahnt zur Geduld: „Erst wenn verlässliche Ergebnisse vorliegen, lassen sich die richtigen Schlüsse ziehen.“

Diese Maßnahmen unterstreichen die wachsenden Sicherheitsbedenken im Bankensektor nach den jüngsten Vorfällen und könnten Signalwirkung für andere Institute haben.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration