Olymp übernimmt Markenrechte von insolventem Hemden-Rivalen Eterna
Olymp kauft Markenrechte von insolventem Eterna

Olymp sichert sich Markenrechte des insolventen Rivalen Eterna

Der Hemdenhersteller Olymp hat nach eigenen Angaben sämtliche Markenrechte des jahrzehntelangen Konkurrenten Eterna übernommen, der mittlerweile insolvent ist. Über den genauen Kaufpreis machte das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen keine Angaben. Diese strategische Übernahme markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der deutschen Textillandschaft.

Strategische Erweiterung in herausforderndem Marktumfeld

Beide Marken ergänzen sich nach Ansicht von Olymp optimal und bieten dem Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, sich künftig breiter und variabler in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld der Modebranche zu positionieren. „Wir prüfen bereits verschiedene Szenarien, wie wir die Marke Eterna für die vielen treuen Markenanhänger und Handelspartner wieder erfolgreich im Markt etablieren können“, erklärte Olymp-Chef Mark Bezner in einer offiziellen Mitteilung. Diese Aussage unterstreicht die ambitionierten Pläne des Unternehmens für die Zukunft der traditionsreichen Marke.

Das Ende einer 163-jährigen Unternehmensgeschichte

Seit Anfang März ist bekannt, dass der Hemden- und Blusenhersteller Eterna aus Passau seinen Betrieb im Sommer dieses Jahres vollständig einstellen wird. Nach stolzen 163 Jahren endet damit die Geschichte einer der bekanntesten und traditionsreichsten deutschen Textilfirmen. Das in finanzielle Schieflage geratene Unternehmen hatte bereits im Dezember 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

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Ein Käufer, der den Traditionshersteller in seiner Gesamtheit hätte übernehmen können, fand sich trotz intensiver Suche nicht. Daraufhin stimmte der Gläubigerausschuss schließlich der Schließung des Unternehmens und dem Verkauf des wertvollen Markennamens zu. Ein exaktes Datum für das endgültige Aus von Eterna war zuletzt nicht öffentlich bekannt.

Lange Geschichte mit wiederkehrenden finanziellen Problemen

Das im Jahr 1863 gegründete Unternehmen beschäftigte am Passauer Hauptsitz laut der offiziellen Firmenwebsite noch etwa 400 Mitarbeiter und war vor allem für seine hochwertigen Geschäftshemden bekannt. Eine Hauptkundengruppe bildeten stets Büroangestellte und Manager. Eterna zählte zu den wenigen verbliebenen Unternehmen der einst florierenden deutschen Bekleidungsindustrie, kämpfte jedoch schon seit längerer Zeit mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten.

Bereits im Jahr 2021 hatte das Traditionsunternehmen ein umfassendes Sanierungsverfahren durchlaufen, das jedoch keine nachhaltige Lösung bringen konnte. Gegründet wurde das Unternehmen ursprünglich in Wien, zunächst als bescheidene Textilwerkstatt und Wäschefabrik. Der heutige Hauptsitz in der bayerischen Stadt Passau wurde dann im Jahr 1927 feierlich eröffnet und entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem Symbol deutscher Textilqualität.

Neue Perspektiven durch strategischen Erwerb

Der Erwerb der Markenrechte durch Olymp eröffnet nun völlig neue Perspektiven für die traditionsreiche Marke Eterna. Während das ursprüngliche Unternehmen seine Tore schließen muss, lebt der Name durch die Übernahme weiter. Die Kombination der beiden Marken verspricht interessante Synergieeffekte und könnte Olymp helfen, sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfeld erfolgreich zu behaupten.

Die Textilbranche in Deutschland durchläuft seit Jahren einen tiefgreifenden Strukturwandel, bei dem traditionelle Hersteller besondere Herausforderungen bewältigen müssen. Die Übernahme der Eterna-Markenrechte durch Olymp stellt in diesem Kontext einen strategisch klugen Schachzug dar, der beiden Marken neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen könnte.

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