Ostern 2026 wird zum Sparfest: Deutsche reagieren auf steigende Preise
Für viele Deutsche wird der Einkauf für das Osterfest in diesem Jahr zu einer Gelegenheit, bewusst zu sparen. Eine repräsentative YouGov-Umfrage unter mehr als 2.000 Personen ab 18 Jahren ergab, dass vier von zehn Bundesbürgern planen, ihre Ausgaben für Ostern zu reduzieren. Besonders auffällig ist das Sparverhalten bei Frauen: Fast jede zweite Befragte gibt an, den Geldbeutel enger schnallen zu wollen. Bei Männern liegt dieser Anteil mit nur einem Drittel deutlich niedriger.
Preisbewusstsein prägt das Ostergeschäft
Die Marktforscherin Silvia Rothmann-Falk von YouGov erklärt die Entwicklung: „Wir stellen aktuell fest, dass das Ostergeschäft im Lebensmitteleinzelhandel stark von Preisbewusstsein geprägt ist.“ Neben den gestiegenen Preisen für viele Produkte trägt auch ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein in den Familien dazu bei, dass Verbraucher selektiver einkaufen oder ganz auf bestimmte Artikel verzichten.
Schoko-Hasen führen Beliebtheitsskala an - trotz Preissteigerungen
Klassische Schoko-Hasen stehen weiterhin hoch im Kurs: 37 Prozent der Deutschen greifen zu den süßen Langohren. Auf Platz zwei folgen Geld und Gutscheine mit 11 Prozent, während Pralinen mit 8 Prozent den dritten Rang belegen. Allerdings gibt mehr als jeder vierte Befragte an, überhaupt keine Ostergeschenke zu machen. Von denen, die Geschenke planen, gibt jeder Zweite weniger als 25 Euro aus. 38 Prozent haben ein Budget zwischen 25 und 100 Euro, und nur 8 Prozent investieren mehr.
Marken-Schokolade deutlich teurer
Die Preise für Schoko-Hasen sind in diesem Jahr erneut gestiegen. Eine Analyse der Vergleichsapp Smhaggle zeigt, dass Produkte bekannter Marken wie Lindt und Milka derzeit zwischen 7 und 29 Prozent mehr kosten als noch vor einem Jahr. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits 2025 begonnen hatte.
Händler erwarten Umsatzrückgang
Der deutsche Einzelhandel bereitet sich auf geringere Umsätze zum Osterfest vor. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit Erlösen von etwa 2,1 Milliarden Euro - das entspricht einem Minus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Prognose basiert auf einer Befragung von 500 Konsumenten durch das IFH Köln.
Die Kombination aus gestiegenen Preisen, erhöhtem Sparbewusstsein und veränderten Konsumgewohnheiten führt dazu, dass das Osterfest 2026 für viele Deutsche anders ausfällt als in den Vorjahren. Während die Tradition des Schenkens erhalten bleibt, wird sie zunehmend von wirtschaftlichen Überlegungen und gesundheitlichen Aspekten beeinflusst.



