Traditionsladen in Schwerin erweitert Öffnungszeiten mit modernem Selbstbedienungssystem
Schweriner Blumenhaus setzt auf SB-System für flexibles Einkaufen

Traditionsladen in Schwerin erweitert Öffnungszeiten mit modernem Selbstbedienungssystem

Spontan Blumen kaufen – auch frühmorgens oder nach Feierabend? Das Blumenhaus am Pfaffenteich in Schwerin hat nach einem fast zweimonatigen Umbau ein innovatives Selbstbedienungssystem eingeführt, das genau diese Flexibilität ermöglicht. Inhaberin Marion Block, die das traditionsreiche Geschäft seit 2022 als Floristmeisterin führt, verbindet damit die lange Tradition des Ladens mit moderner Technologie.

Ein Traditionsgeschäft im Wandel

Das Blumenhaus am Pfaffenteich gehört seit Jahrzehnten zum Schweriner Stadtbild. Bereits vor der Wende existierte an diesem Standort ein Blumengeschäft, seit 1990 führt die Familie den Betrieb in seiner heutigen Form. Nachdem Marion Block das Geschäft von ihrer Mutter Monika Rieckhoff übernommen hat, entwickelt sie es nun weiter – mit neuen Ideen, aber ohne den charakteristischen Charme zu verlieren. „Ich wollte kein System, wo man einfach etwas aus einem Automaten zieht“, betont Block. „Das Einkaufserlebnis sollte erhalten bleiben.“

Blumen fast rund um die Uhr

Kern der Neuerung ist das moderne Selbstbedienungssystem, das den Einkauf deutlich flexibler gestaltet. Kunden können den Laden außerhalb der persönlichen Bedienzeiten über ein Kartenlesegerät mit EC-Karte oder kontaktloser Zahlung betreten. Sobald der Zugang aktiviert wird, schaltet sich automatisch das Licht ein, die Tür öffnet sich und Besucher können sich frei im Geschäft bewegen. Sträuße, Pflanzen oder Übertöpfe werden anschließend gescannt und direkt vor Ort bezahlt, bevor sich das System nach einer gewissen Zeit selbstständig abschaltet.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der SB-Bereich ist täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet und ermöglicht so Einkäufe unabhängig von klassischen Ladenzeiten – ideal für frühe Morgenstunden vor der Arbeit oder späte Abende nach Feierabend. „Ich habe meine Öffnungszeiten durch das SB-System erweitern können“, erklärt Floristmeisterin Marion Block. „Die Leute können jetzt morgens vor der Arbeit kommen oder auch abends, wenn sie erst um 18 Uhr Feierabend haben.“

Sicherheit und Vertrauen

Die Sicherheit wurde bei der Einführung des Systems sorgfältig bedacht: Der Laden ist videoüberwacht, und im Schadensfall könnten die Daten der verwendeten EC-Karte zur Identifizierung genutzt werden. Dennoch zeigt sich Marion Block zuversichtlich: „Es gab bisher keine Probleme, und ich vertraue den Kunden.“ Ähnliche Konzepte entstehen derzeit auch in der Region, wie beispielsweise der „Raschomat“ der Gärtnerei Rasch in Plate, über den regionale Produkte rund um die Uhr erhältlich sind.

Persönliche Beratung bleibt erhalten

Trotz der modernen Technik bleibt der persönliche Kontakt ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Mittwochs bis freitags von 10 bis 15 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr ist Marion Block selbst im Laden anwesend, bindet individuelle Sträuße und berät Kunden wie gewohnt. „Viele möchten weiterhin sehen, wie ein Strauß entsteht“, sagt sie. „Manche finden es sogar beruhigend, dabei zuzuschauen – fast wie eine kleine Therapie.“ Auch Vorbestellungen sind möglich: Kunden können telefonisch einen Strauß ordern und ihn später flexibel abholen – sogar früh morgens oder außerhalb der klassischen Öffnungszeiten.

Lösung für einen anspruchsvollen Arbeitsalltag

Die Entscheidung für den Umbau war keine leichte, sondern entstand aus der täglichen Arbeitsrealität. Personal zu finden erwies sich als schwierig, während gleichzeitig die Aufträge für Veranstaltungen und Firmen stetig wuchsen. „Man kann sich nicht zweiteilen“, erläutert Block. „Entweder aufhören oder eine Lösung finden.“ Zuvor arbeitete sie häufig zwölf bis fünfzehn Stunden täglich – inklusive nächtlicher Einkäufe auf dem Großmarkt, Auslieferungen und Büroarbeit am Wochenende.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Bis heute fährt die Floristmeisterin regelmäßig selbst zum Großmarkt und arbeitet zusätzlich mit regionalen Kleingärtnern zusammen, um ihren hohen Qualitätsanspruch zu gewährleisten. „Es soll nicht 08/15 aussehen.“ Während viele Kunden vor allem klassische Rosen nachfragen, hat Marion Block eine besondere Vorliebe für die Nelke. „Viele sehen sie als Oma-Blume. Aber es gibt sie in so vielen Farben und sie ist unglaublich haltbar.“