Traum vom Eigenheim: Deutsche benötigen durchschnittlich 322.421 Euro Kredit
Der Weg zu den eigenen vier Wänden führt für die meisten Deutschen über eine umfangreiche Fremdfinanzierung. Eine aktuelle Analyse des Finanzdienstleisters Dr. Klein offenbart, wie stark die aufgenommenen Darlehenssummen im Jahr 2025 zwischen den Bundesländern variieren. Die Ergebnisse unterstreichen die finanzielle Herausforderung, die mit dem Immobilienkauf verbunden ist.
Süddeutschland an der Spitze der Kreditaufnahme
Die Auswertung ergibt, dass Häuslebauer und Wohnungskäufer in Deutschland durchschnittlich Kredite in Höhe von 322.421 Euro aufgenommen haben. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von fünf Prozent. Besonders hoch sind die Summen in den südlichen Bundesländern.
Bayern führt die Liste mit einer durchschnittlichen Kredithöhe von 386.652 Euro an, was einem Plus von sieben Prozent gegenüber 2024 entspricht. Dicht gefolgt wird der Freistaat von Baden-Württemberg, wo Immobilienkäufer im Schnitt 364.539 Euro fremdfinanzieren mussten – ein Zuwachs von sechs Prozent. Hessen landet mit 360.433 Euro auf dem dritten Platz.
Geringere Belastung im Saarland und regionale Unterschiede
Am günstigsten kamen Immobilienkäufer im Saarland davon. Hier betrug die durchschnittliche Kreditsumme lediglich 233.227 Euro, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Mecklenburg-Vorpommern waren für den Immobilienkauf im Schnitt 273.836 Euro von der Bank nötig, was Platz zwölf unter den 16 Bundesländern bedeutet.
Allerdings verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit einem Zuwachs von zwölf Prozent den prozentual zweithöchsten Anstieg bei der Darlehenssumme. Diese regionalen Diskrepanzen verdeutlichen, wie stark der Wohnort die finanzielle Belastung beim Immobilienkauf beeinflusst.
Einheitliches Alter der Käufer trotz unterschiedlicher Kredithöhen
Während die Kredithöhen erhebliche Unterschiede aufweisen, herrscht beim Alter der Immobilienkäufer nahezu Einigkeit in ganz Deutschland. Wer hierzulande eine Immobilie erwirbt, ist im Durchschnitt 38 Jahre alt. Dieser Wert blieb in den vergangenen fünf Jahren konstant und zeigt, dass der Traum vom Eigenheim oft in einer ähnlichen Lebensphase verwirklicht wird.
Die Analyse von Dr. Klein unterstreicht somit nicht nur die finanzielle Dimension des Immobilienkaufs, sondern auch die demografischen Muster, die damit verbunden sind. Ohne Bankkredit bleibt der Traum vom Eigenheim für viele Deutsche unerreichbar.



